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Gegen Abend beſchloß man eine neue Wande⸗ rung um den Fuß des Berges, theils um ſich mit dem eigentlichen Umfange der Inſel genauer be⸗ kannt zu machen, theils um ſich immer mehr zu uͤberzeugen, daß dies Eiland wenigſtens nicht von Wilden bewohnt ſei, eine Ungewißheit, die vorzuͤg⸗ lich fuͤr die Mutter noch immity peinlich und quaͤ⸗
lend war. In Viola's Herzen war vom erſten Augenblicke ihres ſchrecklichen Erwachens an die Ueberzeugung, daß es hier keine andere menſchlichen Weſen gebe, ſo beſtimmt, daß ſie in dieſer Hin⸗ ſicht nicht die mindeſte Furcht empfand. Gluͤcklicher Weiſe fand ſich auf der ganzen Wanderung auch keine Spur, die die Mutter in ihrer noch immer ge⸗ hegten Angſt beſtaͤtigen konnte. Da, wo ſie, von einer Auhoͤhe hinab, das ganze Thal zwiſchen dem Berge und der See uͤberſehen konnten, zeigte ſich weder ein Huͤtte, noch ein anderes Zeichen irgend eines menſchlichen Bewohners; alles war ſtill, unangebaut, bluͤhend, ohne bearbeitet zu ſein, furchtbar wegen der Grabesruhe, die uͤberall herrſchte, doch wieder lieblich durch die tile Schoͤnheit, in der es prangte. Die an Hoͤhe und Geſtalt ſo verſchiedenen Baumgruppen gaben


