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bewohnt ſein. Ihre Thraͤnen benetzten bei dieſer Vorſtellung die bleichen Wangen des ſonſt ſo bluͤ⸗ henden, ſchoͤnen Maͤdchens, das noch immer in ihrem Schooße zu ſchlummern ſchien, und welches nun allen Anſpruch auf die Welt, alle Freuden der Geſelligkeit, wozu ſie durch Stand und Jugend berechtigt war, aufgeben, und nur zu un⸗ zaͤhligen Gefahren in dieſer oͤden Einſamkeit wie⸗ der erwachen ſollte. Kaum hatte Viola ihr ſieb⸗ zehntes Jahr erreicht, liebend und geliebt war ſie hei⸗ ter ins Leben eingetreten, und hier ſchon ſollte dies ſchoͤne Leben vielleicht ſpurlos enden?
Ein Strom von Thraͤnen machte endlich dem bangen Mutterherzen Luft; ihre Seele erhob ſich im Gebet zu Gott, der ſie wunderbar gerettet hatte, und ferner beſchuͤtzen werde; geſtaͤrkt ſtand ſie jetzt von ihrem Sitze auf, legte ſanft das ſchoͤ⸗ ne Marmorbild in die erwaͤrmenden Strahlen der Sonne, um ſich in der Naͤhe nach Huͤlfsmitteln umzuſehen, die dem erwachenden Kinde zur La⸗ bung dienen konnten. Oft den Blick nach dem zuruͤckgelaſſenen Kleinod wendend, nahete Lady Earlingford ſich der Baumgruppe, die ſie ſchon von ihrem Sitze aus geſehen hatte. Ein


