Teil eines Werkes 
6. - 9. Th. (1859)
Entstehung
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28.

mit dieſem einen und untheilbaren individuellen Temperament; und in der innigen Ueberzeugung von demſelben, mehr als in allen Werken, die es hervorbringen mag, wird der Autor unſterblich. Ja, ſeine Werke mögen untergehen gleich denen von Orpheus oder Pythagoras; aber er ſelbſt, in ſeinem Namen, in der Spur ſeines Daſeyns, bleibt wie Orpheus oder Pythagoras unzerſtört, unzerſtörbar.

Auf die Literatur verzichtend, kehrte der Einſiedler zur Wiſſen⸗ ſchaft zurück. Hier war er mehr zu Hauſe. Er hatte in ſeiner blen⸗ denden akademiſchen Laufbahn mit Eiſer und Erfolg die Wiſſenſchaft kultivirt; er hatte in ſeiner Zurückgezogenheit nach Fawley das Stu⸗ dium erneuert, um gegen quälende Erinnerungen oder unerloſchene Leidenſchaften eine Zerſtreuung zu haben. Jetzt zum erſtenmal be⸗ trachtete er die abſorbirende, abſtruſe Beſchäftigung als eine mögliche Quelle des Ruhmes. Der ſternigen Prozeſſion jener Söhne des Lichtes anzugehören, die ein neues Geſetz in dem Statutenbuch des Himmels zur Klarheit gebracht haben, ſicherlich ein großer Ehrgeiz, nicht ungeziemend für ſeine Jahre und ſeine Stellung, und in ſeinen Arbeiten angenehm für einen Mann, welcher die äußere Scenerie der Natur mit poetiſcher Leidenſchaft liebte und ihre inneren Geheimniſſe mit der pünktlichen Forſchung eines Weiſen ſtudirt hatte. Die Wiſſ en⸗ ſchaft bedarf der Kunſt des Autors nicht ſie verwirft die Grazien derſelben ſie weicht ſchaudernd vor ihren Phantaſien zurück. Aber die Wiſſenſchaft erfordert eine lichtvolle Ruhe im Geiſte des Ent⸗ deckers. Die Blitze, welche Diespiter enthüllen, müſſen in heiterem Himmel flammen. Keine Wolken verſchließen den Donnner

Quo bruta tellus, et vaga flumina, Quo Styx, et invisi horrida Tænari Sedes, Atlanteusque finis

Concutitur!

* Es braucht wohl kaum geſagt zu werden, daß die Orpheus oder Py⸗ thagoras zugeſchriebenen Werke im Allgemeinen nicht als ächt angenommen werden.

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