Teil eines Werkes 
1. - 2. Th. (1857)
Entstehung
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Sophy konnte nicht mehr hören ſie wurde von dem Lieutenant hinter den Vorhang geführt. Aber ſie hatte genug gehoͤrt, um ihr Herz mit einer Aufregung zu erfüllen, welche alle Grübchen um ihre Lippen in ein wellenförmiges Spiel brachte.

Siebentes Kapitel. Eine Täuſchung führt die Wirklichkeit davon.

Und ſie ſpielte, und wie allerliebſt! Mit welcher Luſt und welcher Freude! Rugge war außer ſich vor Stolz und Entzücken. Er konnte vor Bewunderung kaum ſeine eigene Rolle als Baron ſpielen. Die Zuhörerſchaft, die weit ausgewählter und heikler war als in dem Surreyer Dorf, war erſtaunt, enthuſtasmirt.

Ich werde es erleben, daß mein Traum zur Wahrheit wird! Ich werde das große Yorker Theater haben! ſagte Rugge, als er ſeine Perücke abnahm und ſeinen Kopf auf ſein Kiſſen legte.Sie für die hundert Pfund zurückgeben! nicht für Tauſende.

Ach meine holde Sophy, ach! Hat nicht die Freude, welche Dich ſo gut ſpielen machte, Dich ins Verderben geſtürzt? Ach hätteſt Du ſo viel Witz gehabt recht ſchauderhaft zu ſpielen und Dich ausziſchen zu laſſen!

Aufſtand die Sonn' und aufſtand Baron Rugge.

Nicht als ob er gewöhnlich ein Frühauſſteher geweſen wäre; aber ſeine Aufregung unterbrach ſeinen Schlummer. Er wohnte in einer kleinen Herberge dicht bei ſeiner Schaubude; in derſelben Herberge wohnten ſeine alte Matrone und Sophy ſelbſt. Mrs. Gormerick, welche Befehl erhalten hatte das Kind zu bewachen und nie aus dem Auge zu verlieren, ſchlief in demſelben Zimmer mit Sophy, einem Zimmer, das ſich größerer Sicherheit wegen im höchſten Stock des Hauſes befand. Die alte Frau diente Rugge als Haushälterin, machte ſeinen Thee, röſtete ſeine Schnitten und theilte der Geſellſchaft