——
noch weiter bis in Mr. Hartopps Villa verlängern, könntet Ihr ſeine Frau, ſeine Kinder, ſein Geſinde beiderlei Geſchlechts betrachten, ſo würdet Ihr allenthalben die handgreiflichſten Zeichen der Störung er⸗ kennen, die durch dieſe ſchändliche Erſchütterung hervorgebracht worden. Ueberall ein verdrießlicher Blick— überall dieſe unausſprechliche Niedergeſchlagenheit! Was mag geſchehen ſeyn? Iſt der gute Mann bankrott? Nein— er iſt reich wie immer. Was kann es ſeyn? Leſer, jenes fatale Ereigniß, welches diejenigen, die Joſiah Hartopp lieben, ſtets abzuwenden beſorgt ſind, iſt trotz all ihrer Wachſamkeit eingetreten! Joſiah Hartopp iſt überliſtet worden! Andere Leute mögen gelegentlich überliſtet werden, Niemand trauert darüber— vielleicht verdienen ſie es! Sie ſind nicht das perſonifizirte Wohl⸗ wollen oder ſie wollen ſich für die perſonifizirte Weisheit ausgeben. Aber dieſes Lamm zu überliſten! und nicht blos das Herz des Mayors war verletzt, ſondern auch ſein Stolz, ſeine Selbſtachtung, ſein Würde⸗ gefühl waren furchtbar gedemüthigt. Denn wie wir wiſſen, obſchon alle Welt Mr. Hartopp als den Mann betrachtete, der eigentlich ge⸗ boren ſey um überliſtet zu werden, weßhalb ſie ſich auch Alle vereinigten, um ihn davor zu bewahren, ſo hielt doch Mr. Hartopp in ſeinem ge⸗ heimen Innern dafür, daß Niemand eines ſolchen Schutzes weniger bedürfe; daß er niemals überliſtet werde, wenn er es nicht ſelbſt wolle. Deßhalb rüttelte auch die Grauſamkeit und Undankbarkeit der nieder⸗ trächtigen Handlung, in Folge deren ihm der Kamm ſo geſchwunden war, an ſeinem ganzen Syſtem. Ja noch mehr, er mußte deutlich fühlen, daß dieſes Ereigniß auf lange Zeit ſeine perſönliche Behaglichkeit und Un⸗ abhängigkeit ſtören würde; er mußte mehr als je unter die liebreiche Tyrannei von Mr. Williams gerathen— mehr als je ein Gegenſtand allgemeiner Ueberwachung und Ausſpähung werden. Ein Gedanke mußte jetzt vorzugsweiſe ganz Gatesboro' beſchäftigen.„Der Mayor, Gott ſegne ihn! iſt überliſtet worden— dieß darf nicht wieder vor⸗ kommen! oder Gatesboro' iſt entehrt und die Tugend iſt ein leerer Schall.“ Mr. Hartopp fühlte ſich nicht blos gekränkt, ſondern unter⸗


