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welche Beziehungen zu dieſer dummen Puppe ſie auf den Gedanken brachten, daß ſie durch die Berührung eines Fremden entweiht ſey? War die Puppe für ihre Augen wie für die ſeinigen bloße Wachsarbeit und Trödelkram, oder nicht vielmehr ein Symbol heiliger Erinnerun⸗ gen, flüchtiger Einblicke in eine ſchönere Welt, tiefer Hingebung gegen Etwas, was der Sphäre ihrer Kümmerniſſe fern lag? War nicht das ſichtbare Hervortreten eines ſtarken Charakters das ächteſte Zeichen liebevoller Herzensgüte? Arme kleine Sophy! verbirg ſie wieder, entrücke ſie allen Blicken, verſchloſſen, unerforſchlich, unerrathen, wie die erſten Gefühlsſchätze der Kindheit immer ſind!
Zweiundzwanzigſtes Kapitel.
Da ſich die Civiliſation immer die Unterbringung der Leute auf die eine oder andere Art zur Aufgabe macht, ſo nährt der Mayor von Gatesboro' einen ſtaatsmänniſchen Ehrgeiz den Gentleman Waife unterzubringen; ohne Zweifel eine weiſe Idee und in vollkommenem Einklang mit dem Genius der Nation.— In jeder Parlamentsſitzung beſchäftigt ſich Eng⸗ land damit, Leute, die in ihrer Unwiſſenheit ſich gegen dieſe Unterbrin⸗ gungsweiſe ſperren, ſey es nun zu Hauſe oder bei den Antipoden, unter⸗ zubringen; kurz,„ich werde ſie unterbringen,“ iſt eine gewöhnliche Redens⸗ art geworden, die einer Drohung mit gänzlicher Vertilgung oder Zertretung gleichkommt.— Deßhalb werden, da der Mayor von Gatesboro' ſich in Bezug auf Gentleman Waife mit dieſer liebreichen Idee trägt, alle freund⸗ lichen Leſer ausrufen:„Dii meliora! Was wird er damit machen?“
Als die Puppe wieder ſicher hinter dem Kiſſen lag, wurde Sophys Geſicht allmählig ſanfter; ſie neigte ſich vor, berührte ſchüchtern die Hand des Mayors und ſchaute ihn mit Augen bußfertiger Entſchul⸗ digung, mit noch thränenfeuchten Augen an, mit Augen, die, während die Lippen ſchwiegen, ganz deutlich ſagten:„Ich will Euch nicht haſſen. Ich war undankbar und verdrießlich; darf ich um Verzeihung bitten?“
„Ich verzeihe Euch von ganzem Herzen,“ rief der Mayor, der den
Bulwer, was wird er damit machen? II. 4


