Teil eines Werkes 
68-72 (1847)
Entstehung
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und Materialien verfaßt worden. Wenn der große deutſche Dichter in einem ſeiner ſchoͤnſten Gedichte die ploͤtzliche Erſcheinung eines ungeheuern Schickſals in dem Kreiſe leichtſinniger Freude beſchreibt, ſo ſchenkt er dem, der die Welt in Parabel oder Lied belehrt, das Recht, das Geſpenſt zu beſchwoͤren. Es iſt nuͤtzlich, es zuweilen in die ruhige Alltaͤglichkeit, welche unſer gewoͤhnliches Leben umgiebt, heraufzubeſchwoͤren, damit es ein helles, ſtetiges und dauerndes Licht auf die dunklern Geheimniſſe des Herzens, auf die Gruͤfte und Hohlen der ſocialen Zuſtaͤnde werfe, auf welche wir den Markt und den Palaſt bauen. Wir erholen uns von dem Schauer und der halb unglaͤubigen Verwunderung, um genauer unſer innerſtes und gehei⸗ mes Selbſt zu betrachten. In dem, der nur den Verſtand bildet, und Herz und Geiſt wuͤſt und todt liegen laͤßt, der ſich ewig um die Achſe des Ichs dreht, nicht erwaͤrmt von Liebe, nicht geleitet durch die An⸗ ziehungskraft des Wahren, liegt der Keim, den das Schickſal zur Schuld Olivier Dalibard's emporreifen laſſen kann. Moͤge der, welcher vermittelſt der Sinne lebt, der die Schwingen der Phantaſie im bunten Lichte erſtrebten Genuſſes ſonnt, gierig den Reiz des Ver⸗ gnügens ſuchend, und die Arbeit ſcheu fliehend, deſſen Eigenſchaften auf den Bereich finnlicher Wahrnehmungen beſchraͤnkt ſind, deſſen Muth ſogar nur Nervenſtaͤrke iſt, der nur das Thier entwickelt, waͤh⸗ rend er den Menſchen erſtickt, auf die Schurkerei Varney's blicken, und entſetzt vor dem vergroͤßerten Schatten ſeines Selbſt, vor dem bleichen Bild des Spiegels zuruͤckſchaudern! Moͤgen die, welche mit Kraft zu herrſchen, und Leidenſchaften dieſe Kraft zu befluͤgeln, ohne Ruͤckſicht zum Ziele eilen wuͤrden, die mit eiſernem Fuße die menſch⸗ lichen Weſen zertretend, die auf ihrem Pfade bluͤhen, mit dem ſtolzen Schritte des Vernichters zum Siege ſchreiten moͤchten, in dem Ge⸗ laͤchter der wahnſinnigen Moͤrderin das Jubeln des Daͤmons verneh⸗ men, dem ſie ihre eigne Seele vermaͤhlt haben! Huͤte ſorgſam, Erbe der Ewigkeit, die Pforte der Suͤnde— den Gedanken! Je ſchaͤrfer Bulwer, Lucretia. V. 3 9