zur Gewohnheit machten; kein Wort entging dem Mönche und dem Bauer(der Lopez Lara hieß), die auf zwei Maulthieren hinter Falkland und Riego ritten. „Gedenke,“ flüſterte der Mönch ſeinem Gefährten zu, „der Belohnung!“„Gewiß,“ murmelte der Bauer. Dieſe ganze lange, unheimliche Nacht durchritten die Flüchtlinge ununterbrochen fort und befanden ſich mit Tagesanbruch in der Nähe eines Pächterhauſes: es gehörte Lara. Sie ließen den Bauer Lara pochen, ſein Bruder öffnete die Thüre. Die Entdeckung fürch⸗ tend, welche eine ſo zahlreiche Schaar herbeiführen konnte, gingen nur Riego, ein anderer Officier(Don Luis de Sylva) und Falkland in das Haus. Der Letztere, den nichts müde oder arglos machen zu können ſchien, heftete ſeinen kalten finſteren Blick auf die beiden Brü⸗ der, ſchloß, als er ſie einige Zeichen wechſeln ſah, die Thüre und verhinderte ſo ihre Flucht. Einige Stunden ruhten ſie mit ihren Pferden in den Ställen, die gezo⸗ genen Säbel neben ſich. Beim Erwachen fand es Riego für unumgänglich nothwendig, ſein Pferd beſchlagen zu laſſen. Lopez trat vor und erbot ſich, es zu dieſem Zwecke nach Arguillos zu führen.„Nein,“ ſagte Riego, der, obwohl von Natur unvorſichtig, doch in dieſem Falle Falklands Argwohn theilte.„Euer Bruder ſoll gehen und den Schmied hierher holen.“ Somit ging der Bruder und kehrte bald wieder zurück.„Der Schmied,“ ſagte er,„iſt ſchon unterwegs.“ Riego und ſeine Gefährten, vor Hunger beinahe ohnmächtig, ſetz⸗ ten ſich zum Frühſtücke nieder; aber Falkland, der zuerſt fertig war, und den Mann ſeit ſeiner Zurückkunft mit
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