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kein Hofgerücht von andern Dingen, die zwiſchen ihnen vorgehen?“
„Nein! was ſonſt? die Peſt über Euch Geſchäfts⸗ leute! Ihr könnt nicht einmal das Vergnügen begreifen, welches zwei Ritter daran finden, einander in den Schran⸗ ken zu begegnen!“
„Ich geſtehe es in Demuth zu, Junker Nevile. Aber es ſcheint mir in der That ſeltſam, daß der Graf von Charolois eben dieſen Augenblick wählen ſollte, um aus Hoͤflichkeit Boten zu ſenden, da ſeinem Stolze eine ſo heftige Kräͤnkung widerfahren und man ſeinen Intereſſen einen ſo gefährlichen Schlag verſetzt hat in der Verbin⸗ dung zwiſchen dem franzöſtſchen Prinzen und der Lady Margaretha. Der kühne Karl beſitzt einige Liſt, dafür ſlehe ich, und Euer Vetter Warwick iſt nicht hier, um ſie zu entdecken.“
„Still, Mann! der Handel, ſehe ich wohl, lehrt Euch ſo das Betrügen und Übervortheilen, daß Ihr glaubt, eines Riiters Helm ſei ſo voll von Streichen
und Fallen wie eines Bürgers flache Mütze. Ich wollte
dennoch, mein Vetter Warwick wäre hier,“ fuͤgte Mar⸗ maduke in leiſem Flüſtern hinzu,„denn die Weiber und Hofleute thun ihr Möglichſtes, ihn zu belügen.“
„Haltet Euch fern von ihnen Allen, Marmaduke,“
ſagte Alwyn,„denn bei Gott, ich ſehe, daß die ſchlimmen Tage noch einmal ſchnell und düſter daher kommen, und Männer wie Ihr werden wieder zwiſchen Freund und Feind, zwiſchen Verwandten und König wählen müſſen. Ich für meinen Theil ſage nichts; denn ich liebe das Fechten nicht, wenn ich nicht dazu gezwungen werde;


