Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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die verworfene Staatskunſt Ludwig des Elſten beſtimmte; welche ſtets, wenn er anhielt, um nachzudenken, den heitern und jovialen Charakter Eduard des Vierten ver⸗ dunkelte; welche ſich in ihrer vollkommenſten Verbin⸗ dung der tiefſten Argliſt und des entſchloſſenen Willens in Richard dem Dritten zeigten und durch den leiden⸗ ſchaftloſen Scharfſiun Heinrich des Siebenten zu einem anmuthigeren Schein heruntergebracht erreichte end⸗ lich den Zweck, welcher alle ſeine Schurkereien vor den Fürſten ſeines Geburtslandes rechtfertigte nämlich die Ruhe eines feſtgegründeten Staats und die Einrich⸗ tung eines civilifirten aber gebieteriſchen Deſpotismus. In jener Dämmerung, welcher die große Erfindung bevorſtand, die den Wiſſenſchafien die Beſtimmtheit und Dauer der gedruckten Seite verlieh, iſt es intereſſant, Vermuthungen aufzuſtellen, welches das Schickſal irgend eines wiſſenſchaftlichen Strebens geweſen ſein würde, worauf die Welt weniger vorbereitet ward. Die Ver⸗ breitung der Buchbruckerkunſt in England fiel in die glück⸗ liche Periode, wo Gelehrſamkeit und Literatur von den Großen begünſtigt wurden. Die Fürſten von York(mit Ausnahme Eduard des Vierten ſelber, der indeß die Gnabe hatte, den eigenen Mangel an Gelehrſamkeit zu bedauern, und den Geſchmack, ſie an Andern zu ſchätzen) waren vortrefflich erzogen. Die Lords Rivers und Haſtings waren in allem Wiſſen und aller Lehre ihres Zeitalters wohl bewandert. Prinzen und Pairs wetteiferten mit einander, Caxton zu protegiren, und Richard der Dritte ſparte während ſeiner kurzen Regierung keine Mühe, die Erfindung aufs Außerſte zu verbreiten, welche beſtimmt