erforſcht, wird daburch noch erweitert, daß, wie Hume richtig bemerkt, kein Theil der engliſchen Geſchichte ſeit der normänniſchen Eroberung ſo dunkel, ſo ungewiß und ſo wenig authentiſch iſt, wie die Kriege zwiſchen den beiden Roſen. Auch wird die Wichtigkeit jener Unter⸗ ſuchung noch erhöht, wobei die Dichtung ſo intereſſant und nützlich werden kann, daß—„dieſe tiefe Dunkel⸗ heit uns am Vorabend der Wiederherſtellung der Wiſſen⸗ ſchaften umhüllt“— während wir in dem Düſter die Bewegung jener großen und herriſchen Leihenſchaften be⸗ merken, in welchen die Dichtung ewig neue Abſchattun⸗ gen findet, und die in Beruͤhrung gebracht werden mit Charakteren, vertraut genug, um Intereſſe zu erwecken, und entfernt genug, um für den Roman paſſend zu ſein, und vor allen Dingen ſo häufig verdunkelt durch wider⸗ ſprechendes Zeugniß, daß wir uns willig jedem hin⸗ geben, der unſer Urtheil über das Individuum durch Proben zu unterſtützen ſucht, die von der allgemeinen Keuntniß des Menſchengeſchlechts entlehnt find.
Um das große Bild des Letzten der Barone gruppiren ſich Eduard der Vierte, zugleich freimüthig und falſch; die brillante aber unheildrohende Kindheit Richard des Dritten; der talentvolle Haſtings, ein guter und edler Ritter, aber etwas ausſchweifend in ſeinem Leben; die heftige und feurige Margaretha von Anjou, das ſanfte Bild ihres heiligen Heinrich und der blaſſe Schatten ihres Sohnes; dort können wir auch den glänzenden Prälaten, der an Liſt und Klugheit ſich verfeinert, ſo wie der Enthuſtasmus und die Energie, welche früher die alte Kirche aufrecht gehalten, in den ſtrengen und


