Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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St. Georg; tenn ſo ich lebe, ich will den Dra⸗ chen überwältigen. Ich ſage dies im Scherze, aber ich meine es ernſtlich. Und nachdem ich nun meiner Golle Luft gemacht, laſſen Sie uns von dieſem herrlichen Ge⸗ dichte ſprechen, das ich, obgleich ich es ſchon hundert⸗ mal geleſen habe, nicht müde werde, zu bewundern.

Ach der Lockenraub! Es iſt in der That ſchön, aber ich bin jetzt nicht für Pveſie empfängl Bei⸗ läufig geſagt, wie kommt es, daß alle unſere neueren Dichter zu dem Geſchmacke, dem Geiſte, der Urtheils⸗ kraft, doch nie zu dem Gefühle ſprechen? Haben ſie hierin Recht?

Mein Freund, wir leben jetzt in einem verſeiner⸗ ten Zeitalter. Was haben die Gefühle mit der Civiliſa⸗ tion zu thun?

Mehr als Sie vielleicht zugeſtehen. Vielleicht ſind, je größer unſere Civiliſativn, um ſo zahlreicher unſere Gefühle. Unſere körperlichen Leidenſchaften verlieren durch das übermaß, unſere geiſtigen aber gewinnen, und zu den geiſtigen ſollte die Poeſie ſprechen. Unſere engliſche Muſe ſcheint ſich mir aber ſelbſt in vieſem herrlichen Gedichte, wie unſere engliſchen Schönen, zu künſtlich zu putzen ſie legt Roth auf und trägt einen Reifrock!

Ha! ha! ja, man ſchmückt jetzt mehr als vaß man erſchaffen würde und ſchneidet eher Stoffe als Marmor. Unſere Gevichte mahnen mich an die alten BVildſäulen. Phidias machte ſie, und Bubo und Bom⸗ bar kleideten ſie in Purpur. Allein dies läßt ſich nicht auf den jungen Pope anwenden, der in eben dieſem

Bulwer, Devereux. 1. 26