Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Neugierde des Weibes erregt, und ſie ihn beſonders darnach gefragt hatte.

Wenig bewegt durch dieſes Ereigniß, welches der Wirthin durchaus nicht unwichtig ſchien, ſchob Wolfe das Weib mit ungevuldiger Geberde auf die Stite und eilte, die darauffolgenden Scheltworte nicht beachtenb, die ſchmutzige Treppe zu ſeinem Zimmer hinauf. Er ſetzte ſich auf dem Fußende ſeines Bettes nieder, he⸗ deckte ſein Geſicht mit den Händen und gab ſich der Flut ſtreitender Bewegungen hin, die auf ihn ein⸗ drang.

Was wollte er begehen?— Einen Mord?— Mord in ſeiner kälteſten und vorſätzlichſten At! „Nein!“ rief er laut, indem er von dem Bette auf⸗ ſprang und ſich mit der geballten Fauſt heftig vor die Stirne ſchlug—„nein— nein— nein! es ißt kein Mord, es iſt Gerechtigkeit! Reiten nicht die Sälh⸗ linge der Unterdrückung über ihre ſchreienden Landz⸗ leute mit gezogenen Säbeln und mörderiſchen Hän⸗ den dahin? War ich nicht unter ihnen zu der Stunde? Sah ich nicht mit dieſen Augen das Schwert erheben und den Unterdrücker zuſchlagen? Waren meine Oh⸗ ren nicht voll von dem Stöhnen ihrer Schlachtopfer und dem wilden Geſchrei der Feiglinge, die über Wei⸗ ber, Säuglinge und unbewaffnete Männer dahin⸗ ritten? Und ſoll keine Rache ſein! Ja, ſie ſoll, nicht auf die Werkzeuge, ſondern auf den Herrn fal⸗ len— nicht auf die Sklaven, ſondern auf den Despo⸗ ten! Ja,“ ſagte er, plötzlich inne haltend, indem ſeine Stimme in ein Flüſtern üherging,„Mord—

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