Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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neben mir; ſie ſprach länger als eine Stunde mit mir über gewöhnliche Gegenſtände, bis ſie envlich bemerkte, wie zerſtrent und ungeduldig ich erſchien, Jermyn fortſchickte und ſo zu mir ſprach:„„Du weißt, Flora, daß ich Dich ſtets geliebt habe, mehr vielleicht, als ich hätte thun ſollen, gewiß mehr, als ich Deine Brüder und Schweſtern liebte; aber Du warſt mein älteſtes Kind, meine Erſtgeborene, und alle die frü⸗ heſten Neigungen einer Mutter ſind mit Dir vereint und verſchlungen. Du kannſt daher gewiß ſein, daß ich ſtets Dein Glück im Aage gehabt habe, und daß ich jetzt nur zu jenem Zwecke rede.““

„Ich war ein wenig erſchreckt durch die Einlei⸗ tung, doch war ich noch viel mehr gerührt, ſo daß ich Mama's Hand ergriff, ſie küßte und ſtill darüber weinte, bis ſie fortfuhr:„„Ich bemerkte Herrn Lin⸗ dens Aufmerkſamkeit gegen Dich ſchon in N*; ich wußte nicht mehr von ſeinem Range und ſeiner Ge⸗ burt, als ich gegenwärtig weiß; aber ſeine Stellung bei der Geſandtſchaft und ſeine perſönliche Erſchei⸗ nung bewogen mich natürlich, ihn für einen Mann von guter Familie und daher, wenn auch nicht für eine glänzende, doch wenigſtens für keine üble Partie für Dich zu halten, ſo weit nämlich weltliche Rück⸗ ſichten gehen. Dazu kam noch, daß er ungewöhnlich ſchön war und im allgemeinen Rufe hohen Talentes ſtand, welches oft beſſer iſt, als wirklicher Reichthum oder erbliche Titel. Ich trat daher einer Neigung, vie Du für ihn faſſen möchteſt, nicht in den Weg, obgleich ich ſie auch nicht begünſtigte, und da von