Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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Sie keine ſo verfängliche Fragen, Sie kommen immer auf dieſe moraliſchen Subtilitäten, die Sie vermuthlich von Borvodaile lernen. Er iſt ein wunderbarer Meta⸗ phyſiker, wie ich höre— ich kann für ſeine chemiſche Macht einſtehen, denn ſobald er in ein Zimmer tritt, ſo werden die Wände feucht, und ich löſe mich auf; ich würde zu einer Quelle werden, wie Arethuſa, wenn Seine Herrlichkeit mich nicht ebenſo ſchnell wieder gefrieren machte, als er mich in Thau auflöst.“

„Fi donc!“ rief La Mervonville.„Ich würde ſehr

zornig ſein, hätte ich nicht von Ihnen gelernt, ſehr

gleichgültig zu ſein—“ „Gegen ihn!“ ſagte der Herzog trocken.„Es iſt mir lieb, dies zu hören. Er iſt une grande passion nicht werth, das glauben Sie mir— aber ſagen Sie mir, ma belle, wer ſpeist noch ſonſt bei Ihnen?“ „Fürs Erſte Herr Linden; hoffe ich,“ antwortete La Meronville mit einem Blicke der Einladung(nicht mit einladendem Blicke), worauf Clarenee ſich ver⸗ neigte und ihr ſeine Zuſtimmung zulächelte;„Mylord D' und Monſteur Trevanion, Mademoiſelle Cau⸗ martin und Monfieur le Prince Pietro d'Urbini.“ „Nichts kann beſſer arrangirt ſein,“ ſagte der Herzog.„Aber ſehen Sie, der Vorhang wird ſogleich fallen. Erlauben Sie mir, Ihren Wagen zu rufen.“ „Sie ſind zu gütig, Mylord,“ verſetzte La Meronville mit einer Verbeugung, welche ſagte, „gewiß,“ und der Herzog, der für eine königliche Prinzeſſin nicht drei Schritte gegangen wäre, eilte, ungeachtet Clarenee ſich erbot, den Auſtrag zu über⸗

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