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ſein Opfer raubte. Er vernahm die Kunde und ſuchte mit Gewalt vie Treppe hinaufzukommen; man warf ihn aus dem Hauſe und wußte von ihm nichts wei⸗ teres, als bis er an ſeine Hausthür in raſendem Wahnſinn eine Stunde früher kam, ehe Danvers und Maltravers anlangten. Vielleicht war ihm während eines der hellen Zwiſchenräume, die im Dunkel des Wahnfinns ſtets einzutreten pflegen, eine ſchwache Erinnerung ſeiner Verabredung und des Duells mit Maltravers eingefallen, und dieſe hatte ſeine Schritte zu ſeiner Wohnung glücklicherweiſe zurückgeführt.
Zwei Monate nach dieſem Auftritt ſaß Lumley Lord Vargrave an einem lieblichen Sonntag Morgen allein am Fenſter im Landhauſe ſeines verſtorbenen Onkels, und in ſeines verſtorbenen Onkels Lehnſtuhl; ſinnend heftete er ſeine Augen auf den grünen Raſen⸗ platz vor dem Fenſter, oder vielmehr auf zwei weib⸗ liche Geſtalten, die in der Mitte des Raſens auf einer ländlichen Bank ſaßen. Die eine Geſtalt war die der Wittwe in ihrem Trauerkleide, die andere die des ſchönen und liebenswürdigen Kindes, welches zur Braut des neuen Lords beſtimmt war. Im Antlitz Beider lag der Ausdruck der Trauer; bei der älteren Dame war er tiefer, zeugte aber von mehr Ergeben⸗ heit; das Kind ſuchte die Mutter zu tröſten; der Gram der Kindheit ſchwebt gleichſam auf den Flügeln des Schmetterlings. Lumley blickte auf Beide, auf das Kind mit größerem Ernſt.
„Sie iſt ſehr liebenswürdig,“ dachte er,„und wird ſehr reich ſein. Im Ganzen bin ich nicht zu bemitleiden. Ich bin Pair und ich habe jetzt genug zum Leben. Ich bin im Aufſteigen begriffen; unſere
Partei bevarf der Pairs; obgleich ich nur ein unter⸗ Bulwer, Maltravers. MI. 2


