Teil eines Werkes 
1. Bd. (1845)
Entstehung
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Waliſer, ſo altfränkiſch als möglich ich überlaſſe es Dir, ihn auszuwählen ſoll der andere ſein. über meinen Diener werde ich verfügen und auf die übrigen kann ich mich verlaſſen.

Aber

Ich verabſcheue dieſes Aber; wenn ich eine Sprache zu machen hätte, ſo würde ich kein ſolches Wort darin aufnehmen. Und nun, ehe ich mich über Katharine verbreite, welcher Gegenſtand durchaus unerſchöpflich iſt, erzähle mir etwas von Dir ſelber, mein lieber Freund.

Etwas mehr als ein Monat war ſeit der Ankunft des Fremden in dem Gaſthofe vergangen. Er hatte ſein Quartier mit dem Pfarrhauſe vertauſcht ging nur wenig aus und dann beſonders zu Fuß unter den Hügeln der Nachbarſchaft; er war daher nur wenig im Dorfe bekannt, und der Beſuch eines alten Uni⸗ verſitätsfreundes beim Pfarrer, obgleich ein ſolcher Fall ſonſt noch nie vorgekommen war, konnte nicht ſo merkwürdig ſein, um beſondere Beobachtung zu erregen. Die Proklamation war in gehöriger Form und faſt unhörbar nach beendetem Gottesdienſte ge⸗ ſchehen, während die ſpärliche Verſammlung den kleinen Nebengang der Kirche hinunterging und ſich zerſtreute. Eines Morgens kam im Pfarrhauſe eine zweiſpännige Kutſche an. Ein Bedienter, der keine Livree trug, ſprang vom Bock. Der Fremde öffnete den Kutſchen⸗ ſchlag, ſtieß ein Freudengeſchrei aus und half einer Dame heraus, die ſo ſehr aufgeregt war und zitterte,