Euch geſtatten, Eure Patienten mit ihren Nebenmenſchen zu füttern? Ei, Pfarrer, dies iſt noch ſchlimmer, als die Eſelswürſte.“
„Sir,“ entgegnete Doctor Morgan ernſt,„ich will damit ſagen, daß wenig daran liegt, was wir eſſen, wenn wir geeignete Sorgfalt darauf verwenden, mit wem wir eſſen. Es iſt beſſer, mit einem Freund ein wenig über die Schnur zu hauen, als die ſtrengſte Diät einzuhalten und ſeine Mahlzeit allein einzunehmen. Heitere Unterhaltung fördert die Verdauung und iſt unerläßlich bei Leiden der Leber. Ich zweifle nicht, Sir, daß es die angenehme Geſellſchaft meines Patienten war, was ſeinem leberkranken Verwandten Sharpe Currie wieder zu ſeiner Geſundheit verhalf.“
Der Kapitän ächzte laut.
„Wenn deshalb einer von Euch Gentlemen hier bleiben und an Mr. Higginbothams Diner theilnehmen will, ſo wird dies die Wirkungen ſeiner Arznei ſehr unterſtützen.“
Der Kapitän richtete einen flehenden Blick zuerſt auf ſeinen Vetter und dann auf den Pfarrer.
„Ich muß mit meinem Sohn ſpeiſen— thut mir ſehr leid,“ ſagte der Squire.„Aber Dale hier—“
„Wenn er ſo freundlich ſeyn will,“ nahm der Kapitän das Wort,„ſo können wir uns den Abend mit einer Partie Whiſt verkürzen— zwei Blinde.“
Nun hatte ſich der arme Mr. Dale ſchon darauf gefreut, mit einem alten Univerſitätsfreund zu diniren und ſtatt eines einfältigen, proſaiſchen Spiels mit zwei Blinden, in welchem man mit Niemand ſchmälen kann, einen regelrechten
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