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feſtung, vor welcher er als Belagerer ſtand, zu halten ſchien. Dann zog er ein kleines Papierchen heraus und ſagte:
„Vortrefflich— nichts kann beſſer ſeyn: dies muß in acht Eßlöffel voll Waſſer aufgelöst und alle zwei Stun⸗ den ein Löffel voll genommen werden.“
„Ein Eßlöffel voll?“
„Ein Eßlöffel voll.“
„Nichts könne beſſer ſeyn, habt Ihr geſagt, Sir?“ nahm jetzt der Squire das Wort, der in ſeinem Erſtaunen über dieſe Verſicherung, welche ſich übrigens nur auf den Krankheitsbericht bezog, und bisher wie auf Kohlen geſeſſen hatte.„Nichts könne beſſer ſeyn 26
„Für die Diagnoſe,“Sir!“ verſetzte Dortor Morgan.
„Was, Dicknaſe— ſehr möglich für das,“ entgegnete der Squire;„aber für die Innenſeite von Vetter Higgin⸗ botham könnte es nichts Schlechteres geben.“
„Ihr ſeyd im Irrthum, Sir,“ erwiederte Doctor Mor⸗ gan.„Es iſt nicht der Kapitän, der hier ſpricht, ſondern ſeine Leber. Die Leber, Sir, iſt, wenn ſchon ein edles, ſo doch auch ein ſehr einbildungsvolles Organ und trägt ſich mit den außerordentlichſten Fiktionen. Poeſie, Liebe und Eiferſucht ſitzen in der Leber. Ihr habt gar keine Vorſtel⸗ lung, welche Lügnerin ſie iſt! Aber— ahem— ahem! Gott— ich glaube, ich habe Euch ſchon früher geſehen, Sir. Iſt Euer Name nicht Hazeldean?“
* Hier ein unüberſetzliches Wortſpiel. For the diagnosis(für
die Diagnoſe). Der Squire verſteht kor dogs' noses(für Hunds⸗ naſen). Die Schärfe geht natürlich in der Uebertragung verloren.


