Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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alten Kameraden geworfener Blick beruhigte ihn wieder, denn Roſenholz kam auf ihn zu. Die Stirne Pepe's heiterte ſich auf; er fühlte, daß die Eiche noch zu tief in der Erde wurzelte, um zu fallen, und es freute ihn, dieſelbe wieder befeſtigt zu finden.

In den alten Zeiten hatte ein ſtarker und tapferer Ritter, der durch den Einſturz einer Zinne, oder durch den Schlag einer Streitart in ſeiner Rüſtung faſt zer⸗ drückt worden, Augenblicke des Schwindels und der Ohnmacht, wie die waren, die der Kanadier durchge⸗ macht,— und Roſenholz war, wie der Ritter, nun wieder erwacht.

„Nichts?“ fragte er kurz.

„Nichts!“ antwortete mit feſter Stimme der Mi⸗ quelete, der, die Faſſung des Jägers gewahrend, ganz entſchloſſen jeden alltäglichen Troſt bei Seite ließ; „allein wir werden noch Etwas finden.“

„Das denke ich auch. Suchen wir alſo zu finden.“

Der Name Fablans wurde von keinem von Beiden

ausgeſprochen; ihr Herz war zu voll von ihm, jeder

dachte an ihn, ohne es ſich ſelbſt zu ſagen.

Indeſſen wollte Fabian die Rückkehr ſeines Kame⸗ raden zur Energie auf die Probe ſtellen. Nur wenn fie Beide ihre Chancen kalt berechneten,— nur wenn ſie zwei Intelligenzen vereinigten, die der Schmerz nicht trübte, erwartete ſie ein glücklicher Erfolg, und Pepe legte unbarmherzig den Finger auf die friſche, brennende Wunde, um ſich von der Stärke des Patienten zu ver⸗ gewiſſern.

„Er iſt entweder todt oder lebendig,“ ſagte er, den Kanadier feſt anſchauend;„und ſowohl in dem einen, als in dem andern Falle müſſen wir ihn wieder finden.“

Der Patient verhielt ſich ganz ruhig.

„Es iſt dieß auch meine Anſicht„„ antwortete er kalt, ſo vollſtändig war die Reaction.„Finde ich ihn todt, ſo bringe ich mich um; finde ich ihn noch lebend,

Der Waldläufer. IV. 5