Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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Eſſen etwas Wildpret brauche,— welcher Art daſſelbe immer ſein mag.“

Bald waren die Pferde parat, und Sir Frederick dankte dem Hacendero für ſeine Gaſtfreundſchaft, als ſich Roſarita ihrem Vater näherte.

Dann verneigte ſich, wie den Tag zuvor der junge Comanche mit der dem Wilden natürlichen Würde ge⸗ than, der Engländer vor dem ſchonen Mädchen mit all' der raffinirten Leichtigkeit eines der beſten Geſellſchaft und der höchſten Civiliſationsſtufe angehörenden Mannes.

„Senvrita,“ ſagte er zu ihr⸗„ich hatte gelobt, daß ich mich durch keine der Gefahren, die den Reiſenden ſo oft aufhalten, von meinem Wege würde abbringen laſſen; allein es iſt, wie ich ſeit heute Morgen ſehe, eine Ge⸗ fahr, der ich mich nur durch die Flucht entziehen kann.“

Die Schönheit Roſarita's hatte auf zwei Männer, wovon der eine auf der höchſten, der andere auf der letz⸗ ten Stufe der menſchlichen Geſellſchaft ſtand, dieſelbe Wirkung hervorgebracht.

Roſarita lächelte bei dieſen Worten, deren verſteck⸗ ter, aber transparenter Sinn ihr nicht entging. Sie be⸗ griff, daß es eine ihrer Schönheit dargebrachte Huldi⸗ gung ſei; dann konnte ſie ſich nicht enthalten, lächelnd zu erröthen; denn in ihrer tiefen Abgeſchiedenheit von der Welt war ſie in Beziehung auf dieſe holden Befrie⸗ digungen der weiblichen Eigenliebe nicht blaſirt worden⸗

Der Engländer und ſein amerikaniſcher Leibwächter ſchwangen ſich in den Sattel und entfernten ſich.

Nach dieſer kurzen, von der engliſchen und ameri⸗ kaniſchen Originalität gelieferten Epiſode wollen wir den Reſt des Tages überſpringen, bis zu dem Augenblicke, wo die Sonne ſich abermals dem weſtlichen Horizonte zuneigt. Erſt um dieſe Stunde des Tages kam ein Reiter mit verhängtem Zügel zu dem Büffelſee herangeſprengt: ſein Haupt war entblößt, ſein Geſicht von Dornen zer⸗ riſſen, und auch ſein lederner Anzug trug die Spur der