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„Thun Sie Ihre Pflicht!“ ſagte der Erſte zum Zweiten in engliſcher Sprache.
„Meine Pflicht iſt ſchon gethan,“ antwortete der Letztere;„Ew. Gnaden ſind hier vollkommen in Sicher⸗ heit.“
Bei dieſen Worten ritt er auf die Schlafenden zu, nachdem er ſeine Büchſe wieder umgehängt.
Darauf fragte er in ziemlich ſchlechtem Spaniſch die am Feuer Liegenden, der Gewohnheit der Wüſte ge⸗ mäß, um Erlaubniß, ſich zu ihnen hinſetzen zu dürfen.
Die Erlaubniß wurde ihm mit der den Mexikanern aller Stände eigenen Artigkeit ertheilt.
Während er abſtieg und das Packpferd ablud, nä⸗ herte ſich ſeinerſeits der dahinten gebliebene Reiſende ſchweigend; dann grüßte er leicht die Vaqueros und die Biſonjäger, die ihrerſeits ihn aufmerkſam betrachteten, und endlich ſtieg er ab, ohne den Mund zu öffnen.
Seine edle Haltung abgerechnet, lag in ſeiner Per⸗ ſon durchaus nichts Bemerkenswerthes. Sein Anzug war ganz und gar der der Mexikaner und die Dunkel⸗ heit verbarg ſeine Züge. Erſt als er ſich ſeines Hutes bediente, um ſich zu fächeln, konnte man ein Geſicht ſehen, welches ganz das Gepräge des engliſchen Typus trug.
Der Anzug ſeines Reiſegefährten war von dem ſei⸗ nigen ganz und gar verſchieden, und die amerikaniſchen Jäger, die man in Texas jetzt ſo häufig trifft, konnten einem Fremden allein ein vollkommen ähnliches Bild bieten
Er war in eine olivenfarbige Jagdblouſe von ziem⸗ lich ſchlecht gegerbter Damhirſchhaut gekleidet; ſeine langen Kamaſchen aber waren von fahlem Leder.
Seine Statur war die mittlere; ſein Alter mochte etwa fünfzig Jahre erreichen; es ließen dieß wenigſtens ſein halbkahler Kopf und einige auf ſeinem Hemdfragen liegende Haarlocken ſchließen.
Der Waldläufer. W. 3


