Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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Gott verzeihe mir! ſagte Enecinas dem jungen Voquero, der ſeine guten Gründe gehabt hatte, ſich neben den Büffeljäger zu ſtellen, ganz leiſe ins Ohr, es iſt das weiße Prairie⸗Roß.

Das weiße Prairie⸗Roß? wiederholte der junge Vaquero.Was iſt das?

Ein weißes Pferd wie dieſes, antwortete Enci⸗ nas,ein Schimmel, dem man nur ſelten nahe kom⸗ men kann, von dem diejenigen, ſo ihn zu weit ver⸗ folgen, nicht mehr ſprechen können, und der ſich nie fangen läßt.

Bah! das wollen Sie mir weis machen?

Stl erſchrecken Sie das Pferd nicht; ſehen Sie es aber mit allen Ihren Augen an, Sie werden nie ein anderes ſehen das ihm gleicht.

Es war in der That ſchwer, ein ſchöneres Exem⸗ plar von jener prächtigen, wilden Race zu ſehen, die in gewiſſen Theilen Mexico's ſo häufig geſehen wird. Es harmonirten bei dieſem Schimmel die Stärke und die Leichtigkeit ſo ſchön mit einander, daß wohl kein Reiter ſich des ungeſtümen Wunſches, ihn zu beſitzen, erwehren konnte.

Einige Sprünge brachten ihn dem See nahe, und dieſe Sprünge waren ſo elaſtiſch und ſo leicht, daß er wie eine Nebelflocke auf dem Graſe zu ſchweben ſchien.

Mit einem andern Sprunge erreichte das edle Thier das dicht vor dem Teiche liegende Ufer.

Bebend machte es in dem Augenblicke Halt, wo vie kryſtallhelle Fläche des Sees ſeinen ſtolzen und feinen Kopf, ſo wie ſeine kleinen, nach vorn geſpitzten Ohren nach Art eines Spiegels zuruckwarf.

Dann verlängerte es mit der ganzen Koketterie einer Nymphe, die ſich allein glaubt, den Kopf, um ſich beſſer zu ſehen, und ſilellte vorſichtig ſeine zwei Beine ins Waſſer. Dieſe Bewegung war noch eine ſo leichte, daß keine Schlammwolke die Klarheit der Waſſer⸗