Teil eines Werkes 
2. Theil (1817)
Entstehung
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der ſchoͤnen Philippine Welſerin, die nun, wie ſie einſt mit eignen Augen geſehn habe, in der ſilbernen Capelle zu Insſpruck unter einem weißen Marmor⸗Denkmale ruhe, aber bei Leb⸗ zeiten mit einem ſo zarten Schwanenhalſe begabt geweſen ſey, daß man, wenn ſie getrunken, den roͤthlichen tiroler Wein habe hindurch ſchimmern ſehen. Auch ſchien mit der Zeit ihr einziger Zu⸗ hoͤrer denn Margareth war groͤßtentheils waͤh⸗ rend des Geſpraͤchs ſanft entſchlummert ſeine Aufmerkſamkeit von den Schickſalen des kaiſer⸗ lichen Gemsjaͤgers in etwas abzuziehen, und ſie dagegen beſonders der letzten Erzaͤhlung zuzuwen⸗ den, was denn die erfreute Alte nicht allein zu noch oͤfterer Wiederholung vermochte, ſondern ihr auch eine guͤnſtige Vorbedeutung fuͤr gewiſſe andere, in Hinſicht ſeiner gehegte, doch zur Zeit noch zu⸗ ruͤckgehaltene Wuͤnſche ſchien.

Hierbei hatte ſie ſich jedoch vor der Hand wohl ein wenig verrechnet. Denn, als nach Verfluß einiger Jahre, auf Elsbeths geheimes Anſtiften, Margareth ihrem Sohn es ans Herz legte, nicht immer ſo einſam zu bleiben, ſondern dann und wann Verwandte und Freunde zu be⸗ ſuchen, und ſich unter ihren Toͤchtern ein Weib zu waͤhlen, ſtutzte der Juͤngling wohl anfaͤnglich, wollte aber bald nichts weiter davon hoͤren, weil

ja