Teil eines Werkes 
3. Th. (1826)
Entstehung
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305 es fiel ihr ein, wie unfreundlich, undankbar es ſeyn wuͤrde, wenn ſie den Beweis ſolcher Liebe, von einem Manne, der ſeine Laune ſo weit beſiegt hatte, fuͤr ſie eine Equipage anzuſchaſſen, nicht mit Freude anzuneh⸗ men ſchien. Gern willigte ſie nun einz Beide fuh⸗ ren aus.

Aber Gertrude war noch nicht genug Herrin ihrer Gedanken, um den wechſelnden Scenen rings herum, durch welche ſie kamen, viel Aufmerkſamkeit widmen zu koͤnnen. Kaum konnte ſie die Gegend, wo ſie fuh⸗ ren, noch was ſie ſah, beurtheilen, als ſie die Thore Blumenparks erblickte. Sie gingen hinein. Ein recht reſpektabler Haushof⸗ und Kellermeiſter nebſt Un⸗ terbedienten ſtand da, ſie zu bewillkommnen.

Na, da habt Ihr Eure Herrſchaft! ſagte On⸗

kel Adam und ſtieß Gertruden ein wenig vorwaͤrts,

ſie einzufuͤhren.Fuͤhrt Euch huͤbſch geſcheut auf, und wenn Ihr was wiſſen wollt, ſo geht zu ihr, denn ſie verſteht mehr von den Geſchichten, wie ich!

Das hieß bei Onkel Adam eine Rede, und als er ſie beendigt hatte, ging er in einen Saal des Erdgeſchoſſes, wohin ihm Gertrude folgte.

Mein theuerer Onkel, ſprach das Mädchen, denn noch immer nannte ſie ihn ſo,wie uͤberwältigt mich Ihre Guͤte! Ich kann Ihnen nicht ſagen, was ich fuͤhle!

Das iſt halt gut! entgegnete er ungeduldig. Deswegen brauchſt Du Dir nicht den Kopf zu zerbrechen! Den beſten Dank, den Du mir geben

III. 20