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einem Arzte zu ſenden. Dieſer verſtändige Mann zeigte ſich menſch⸗ lich theilnehmend, nicht neugierig, und ſo geſchah es, daß es wohl zu⸗ weilen im Laufe raſcher und geiſtvoller Geſpräche ſchien, als wolle der Graf ſich ihm mittheilen, doch häufig unterbrach er ſich dann plötzlich ſelbſt und ſprang ſchnell auf einen andern Gegenſtand über.
Das Alter macht geſchwätzig, ich merke, daß ich in die Jahre komme, äußerte er ſich einſt bei einem ſolchen Beſuche, da er den Arzt im Bette liegend empfangen mußte. Ich werde mittheilſam, das iſt ein Zeichen meines herannahenden Todes; denn wenn es mit dem Menſchen abwärts geht, ändern ſich in ihm Neigungen und Gewohn⸗ heiten. Daher das Sprichwort, wenn ein als geizig bekannter und vertrauter Mann anfängt zu verſchenken: es iſt vor ſeinem Tode.
Sie haben ſich allzuſehr zurückgezogen, Herr Graf! ſprach der Arzt. Es war nicht gut, nicht heilſam. Der Menſch gehört zum Menſchen, auch der Geiſtreichſte kann ſich nicht immer ſelbſt genügen: ja, er wird leicht durch fortgeſetztes Abſperren von der Menſchenwelt einſeikig, ſchroff und heftig.
Sie mögen Recht haben, Herr Doctor! erwiederte der Graf. Ich taugte aber nicht unter die Menſchen, ich bin eine reizbare Natur, von Jugend auf heftig geartet, vielleicht Folge eines Mangels an richtiger Erziehung. Meine ganze Jugendzeit verfloß in einſamen Schlöſſern, und da ſah ich wenig von der Welt. Als ich in dieſelbe eintrat, fand ich die Zeit zu bewegt, die Elemente zu gährend, ſo daß ich nicht zur Klarheit über mich ſelbſt gelangen konnte. Ich ward in eine Strömung hineingeriſſen; eigenthümliche Verhältniſſe ſchlangen Bande um mich, denen ich mich nicht entringen konnte und nicht wollte; ſonſt habe ich zu andern Zeiten wohl gezeigt, daß der Menſch kann, was er will, wenn er will, was er kann.
Gewiß reisten Euer Gnaden viel? fragte der Arzt.
Nun ja, ich ſah Einiges von fremden Ländern, zum Beiſpiel von Hol⸗ land, Frankreich, England, Deutſchland und Rußland, weiter kam ich nicht.
Nach einer Weile ſagte der Arzt: Ihr Leben, Herr Graf, war gewiß ein vielfach bewegtes, und die leſende Welt würde es Ihnen Dank wiſſen, wenn Sie derſelben Ihre Memoiren überliefern oder ſie ihr doch dermaleinſt hinterlaſſen wollten.
Mein Dermaleinſt liegt gar nicht mehr ſo fern, Herr Ober⸗
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