Teil eines Werkes 
1. Theil (1854)
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ebte Brief einr ugen auf dieſen enden, bitte aber Glück hringenden weil ich ein Ge⸗ mich biweilen iebe zu dir. Du nn ich habe dir en, obgleich ich dein Vater iſt, ir unſern Sohn nthümliche und nahm und ein theilen, du wirſt glaube ih nicht

der Val, min ernbes Handelb⸗ im erſten Johre ten uns niht zu er meinen Maunn Sohn, dem wir rnelius beilegen und mit meinem gre Kauffuhr⸗ tbum; nit uns hrte, wenigſtens derun ſchr gute ein Mam ſchr nit velher war blit ren Genchl in eine ſchr ſtolze, auch in London

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geboren hatte, und ihr Kind von einer Amme ſtillen ließ. Wir erzeigten uns gegenſeitig alle Freundlichkeit und Gefälligkeit, unterhielten uns viel⸗ fach über unſere Kinder, fanden ſogar ein wenig Aehnlichkeit zwiſchen beiden, und theilten uns nach Frauenweiſe unſere gegenſeitige Herkunft und Jugenderlebniſſe mit. Dieſe Dame hieß Reneira, und war die Tochter eines Baron van Tuyl zu Serooskerken; ſie zählte erſt einundzwanzig Jahre; ihr Gemahl war der Reichsgraf Johann Albert von Jever, Varel und Kniphauſen, und eine ältere Schweſter von ihr, Maria Katharine van Tuyl zu Servoskerken, war an ihres Gemahles älteren Bruder verheirathet. Beide Männer waren die Söhne der Reichgrä⸗ fin, welche ſich mit auf unſerem Schiffe befand. Als wir bereits zwiſchen dem„Helder“ und dem„Texel“ hindurch waren, und die Inſel Wiwingen in Sicht hatten, ſprang der Wind um, wuchs und wuchs und wurde zu einem furchtbaren Sturme. Du kennſt Seeſtürme aus eigener Erfahrung hinlänglich, mein geliebter Leonardus, aber die Fe⸗ der einer alten ſchwachen Frau iſt nicht vermögend, den zu ſchildern, der mit allen Schrecken der empörten Elemente uns heimſuchte. Alles ſtürzte durcheinander, wir armen Frauen, unſere Kinder, unſere Die⸗ nerinnen. Dazu Seekrankheit, Todesangſt, Nothſchüſſe, Gekreiſch, Hülfe⸗ rufe, und Alles in ſtockfinſterer Nacht, denn unter Deck mußten alle Lampen und Laternen ausgelöſcht werden, um Feuersgefahr zu ver⸗ hüten. Der Sturm dauerte in gleicher Heftigkeit furchtbar lang, es war das Grauſenhafteſte, was ich jemals erlebt habe. Wir Frauen waren mehr todt als lebendig, lagen alle auf den Knieen mit Kindern und Dienerinnen in der großen Kajüte, und erwarteten mit jeder neuen Welle unſer Ende. Unſer Aller bemächtigte ſich zuletzt eine gänzliche Hoffnungsloſigkeit, eine tödtliche Abſpannung, denn der Sturm dauerte zwei Tage und zwei Nächte und das Schiff litt über die Maßen. Als der zweite Morgen graute, rannte es auf eine Sandbank und wurde leck, die Mannſchaft wurde nun an die Pumpen beordert, ob⸗ ſchon ſie ſo ermattet war, daß faſt kein Matroſe mehr ein Glied rühren konnte. Jetzt wurden die Boote ausgeſetzt, man trug uns Frauen in dieſelben, da das Schiff zu ſinken drohte, kaum war es möglich, uns hinunter zu bringen; während dies geſchah, hörte ich plötzlich einen Schrei der Amme jener deutſchen Dame, gleich nachher einen zweiten von der Gebieterin ſelbſt, und verworrene Stimmen riefen,