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mir forderte und es mir zu arg ſchien, daß ſich ſchlaue Betrüger länger von der Habe edeldenkender und für die Literatur eingenommener Per⸗ ſonen nähren ſollten.— Abbe Eckhel.“*)
Genug— er iſt nun einmal der Wahrheit unerſchütterlich treu; ſollte ich dem redlichen Freunde zürnen? Wer die Wahrheit nicht hören will und kann, der iſt ſehr zu beklagen. Habe ich doch nur das Gute gewollt und die Wiſſenſchaft zu fördern geſucht mit wahrhaft groß⸗ artigen Opfern— und das Gute und Große aufrichtig gewollt zu haben, giebt ſchon ein Genügen.
Nun aber hierin nicht weiter— Anderes bringt die andere Stunde.
Die Reichsgräfin legte noch einige Schriften und Briefſchaften ſich zur Hand, und dann klingelte ſie.
Der greiſe Kammerdiener Weisbrod trat ein.
Ich laſſe Herrn Windt bitten!
Was nun werden wird, werden ſoll, nach dem geſtrigen Auftritt? fragte ſich die Matrone. O gewiß, ich muß die ganze Laſt der Sorge mit in die Grube nehmen— doch nicht ungeſtraft ſollen ſie mir die letzten Tage meines Alters verbittern, und thun will ich, was ich will, bis zum letzten Athemzuge.—
Windt trat ein, er ſah noch bleicher aus, als am geſtrigen Abend; ſeine Gebieterin nahm dieß mit ihrem noch immer ſcharfen Fernblick ſogleich wahr und fragte, als ſie auf ſeinen ehrfurchtvollen Gruß gnädig gedankt: Was iſt Ihnen, lieber Windt? Sie ſehen ſo ſehr angegriffen aus?
Ich bin es, Excellenz!— erwiederte Windt, und ſeine Stimme war matt und bebend; er war kein Jüngling mehr und die letztver⸗ gangene Zeit hatte körperliche wie geiſtige Anſtrengungen in Fülle auf ihn gehäuft.
Es iſt auch kein Wunder— fuhr Windt mit offener Freimüthigkeit fort. Ich wurde in Doorwerth von einem heftigen Gichtanfall heim⸗ geſucht, zu dem ſich etwas Fieber geſellte, da empfing ich dieſes kurze Briefchen von dem Herrn Erbgrafen aus dem Haag:„Ich werde nicht über Doorwerth nach Varel gehen, mein lieber Windt, aber gerade
*) Urſchriftlich; der Brief iſt noch vorhanden.
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