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7. Sklavenleben. 117
erſparen,— das auszuſprechen, wäre freilich faſt zu offen geweſen, ſelbſt für Carolina. Ich weiß aber ganz gut, daß man in einzelnen Fällen dem Kapitän ſo zart als möglich zu verſtehen gab, er ſolle ſich ſeiner ſo läſtigen Fracht in Zukunft jenſeits der Barre von Charleston entledigen. Einen Auftritt, der etwa ſechs Jahre nach meiner An⸗ kunft in Charleston vorgekommen iſt, muß ich doch auch er⸗ zählen. Mein Herr hatte Auftrag, einen Schooner ſamt der Mannſchaft zu verkaufen; und an dem feſtgeſetzten Tage ging er mit Herrn Tomſon und mir nach dem Werfte, wo das Schiff lag. Nachdem eine Anzahl von Kaufluſtigen ſich auf dem Verdeck des Schooners und auf der Werfte ver⸗ ſammelt hatte, las Herr Naylor eine Beſchreibung des Kauſ⸗ objekts vor:„Der Schooner Suſannah, nebſt allem Ge⸗ räte und Zugehör, ein Fahrzeug von 65 Tonnen, drei Jahre alt, regelmäßiges Handelsſchiff nach Georgetown, führt eine ſtarke Ladung im Verhältnis zu ſeinem Tonnengehalt. Be⸗ dingungen: ein Wechſel auf 90 Tage Sicht, für den das Schiff haftet.“ Nun gut, das Schiff wurde einem Herrn Lawſon zu 2250 Dollars zugeſchlagen. Hierauf las Herr Naylor weiter:„der Patron Pompejus, ein ſchwarzer Mann von 28 Jahren, ein Neger erſter Sorte——“ Hier wurde Herr Naylor von Pompejus, der in ſeiner beſten Kleidung dicht hinter ihm auf dem Halbverdeck ſtand, und
in der That ein ſo hübſcher Burſche war als irgend einer
in Carolina, unterbrochen; Pompejus neigte ſich vor zu Herrn Naylor und ſagte:„Herr Naylor, wenn es Ihren Empfindungen nicht unangenehm iſt, ſo bin ich Ihnen dank⸗ bar, wenn Sie mich Kapitän nennen, namentlich da, wie Sie bemerken, mein Herr, meine Mannſchaft anweſend iſt. Ich wünſche jederzeit vor meiner Mannſchaft ein gutes Bei⸗ ſpiel zu geben.“ Mit dieſen Worten warf ſich Pompejus


