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der Höflinge, die Beſtechlichkeit mancher Apoſtaten, die Gewiſſenloſigkeit mancher Befehlshaber, die dumme Ein⸗ falt mancher Adeligen, den drückenden Militärdeſpotis⸗ mus, die verkauften verrätheriſchen Miniſter, die Wu⸗ cherer und Verſchwender hart getadelt haben. Ueberzeugt von der Wahrheit unſerer Grundſätze und Anſichten, haben wir im vorliegenden Werke die auf allen Seiten begangenen Fehler getadelt, da wir keiner Koterie angehören, ſondern nur nach beſtem Gewiſſen zum Wohle des immer und immer unter⸗ drückten Volkes ſprechen.
Wir wollten das Laſter unter allen Formen an⸗ greifen, alle Mißbräuche aufdecken und die Mittel da⸗ gegen anzeigen. Die Tugend hat geſiegt, das Laſter wurde beſtraft. Vermißt man an unſerem be⸗ ſcheidenen Werke die poetiſche Gewalt, die rhetoriſche Schönheit der großen Romanſchreiber Frankreichs, ſo möge man den armen Dichter entſchuldigen; läßt man aber unſern Abſichten Gerechtigkeit wiederfahren, erkennt man uns den Namen eines guten, verfaſ⸗ ſungstreuen Spaniers zu, ſo ſind ſchon damit alle unſere Wünſche erfüllt.
Wenceslas Ayguals de Izco.


