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ſerm vorgeſtrigen Blatte über die Ereigniſſe in Vinaroz mitgetheilt haben, iſt ſolcher Art, daß wir ihre Ver⸗ breitung durch alle öffentlichen Blätter des In⸗ und Auslandes wünſchen müſſen; denn eben in ſolchen That⸗ ſachen liegt die ſtärkſte Beſchwerde gegen die blutdürſti⸗ gen Anführer jener Mörderbanden, welche theils der eigene böſe Wille, theils das Beiſpiel und die Lehren
ihrer chriſtlichen Hirten zu immer neuen Greuelthaten
anreizt, aus denen man im Voraus erkennen kann, was von ihnen zu erwarten ſtünde, wenn ſie je den Sieg errängen.
Man darf nicht an eine Reaktion wie im Jahr 1823 denken; obgleich es auch damals der Einkerkerun⸗ gen, Verbannungen und Hinrichtungen genug gab; die
Orte bewachen und gehörig mit Speiſen und allem Nöthigen verſorgen, bis ich von Eurer Ercellenz weitern Befehl erhalte. Ich kann nicht umhin,
meine vollſte Zufriedenheit mit dem Benehmen der
Einwohnerſchaft, wie der Garniſon, an den Tag zu legen: Alle ohne Ausnahme wetteiferten in der
Rettung jener unglücklichen Feinde, gegen welche
ſie gerechte Urſache zum Haſſe hatten, und bezeig⸗ ten damit eine ächt liberale, edle Geſinnung. Nicht die mindeſte Gewaltthat kam vor; das Geſetz ſollte ſeinen Lauf gehen, und ich geſtehe, daß ich nach der kriegeriſchen Aufregung, welche das Kanonier⸗ boot Flora vor wenigen Tagen unter den hieſigen Einwohnern verurſachte, nicht dieſe ruhige, wür⸗ dige Haltung erwartet hätte.
„Wollen Fuer Ertellenz in Betreff der Gefan⸗ genen weitere Befehle ertheilen, und dem Unter⸗
zeichneten zukommen laſſen. Vinaroz, den 13. Nov. 1838. Ignaz Courtois.“ An den Generalkommandanten von Valencia.
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