ſich unmittelbar ein einfacher, anziehender, rüh⸗ render Roman voll Keuſchheit, Friſche und Gefühl: die Liebe Mariens; wogegen die ge⸗ heimnißvollen Umtriebe eines gräßlichen Mön⸗ ches, in welchem der ganze Charakter des ſpaniſchen Mönchthums, blutdürſtiger Fanatis⸗ mus, gemeine Sinnlichkeit, heuchleriſche Liſt ebenſo anziehend als wahr perſonifizirt iſt, einen ſchneidenden Kontraſt bilden.
Allein auch das iſt noch nicht Alles: mit dieſer hiſtoriſchen Erzählung, mit den ergreifen⸗ den Romanſzenen weiß Herr von Izeo ſchein⸗ bar ganz abſichtslos die intereſſanteſte Schilde⸗ rung der vielfaltigſten ſozialen Lebenszuſtände, der merkwürdigſten Plätze und Gebäude Madrids zu verbinden.
Zeigt ſich der Verfaſſer in dem Haupttheile ſeines Werkes als warmer, hinreißender Erzäh⸗ ler, als unparteiiſcher, geſinnungstreuer Publiziſt, ſo bewundern wir in jenen Epiſoden nicht minder den gründlichen Geſchichts⸗ und Alter⸗ thums⸗Forſcher, ſowie den vielſeitig gebildeten Kunſtkenner.


