— Nun, nun, ich werde Ihnen ja keine Strafe zuziehen. Ich habe im Hauſe keine Ruhe, ich kann nicht ſchlafen, nehmen Sie vorläufig dieſe Kleinigkeit für Ihre Nachſicht. Man bemerkt uns hier nicht und Sie können dennoch das ganze Ter⸗ rain überſehen, wo längſt kein Menſch ſich mehr blicken läßt.— Laſſen Sie mich auf dieſer Bank nur noch ein halbes Stündchen ſitzen, dann will ich Sie nicht länger der Gefahr ausſetzen, für unterlaſſene Pflicht vielleicht gar beſtraft zu werden. Auf jeden Fall werde ich Sie bitten, morgen Abend in der Caſerne meine Geſundheit zu trinken.
Recht gerne, verſetzt der junge Soldat etwas verlegen, aber annehmen werde ich nichts von ihnen; wenigſtens in dieſem Fall nicht.
— Nun, ſo ein kleiner hübſcher Menſch als Soldat— kommen Sie, lieber Freund, ſetzen Sie ſich bei mir nieder, ſagt der Unbekannte mit unge⸗ mein ſchmeichelndem, faſt weibiſchen Tone, und will den jungen Soldaten zu ſich auf die Bank ziehen.
— Mein Herr ſagt dieſer entrüſtet auffahrend, ſoll ich Sie arretiren und in die Wache bringen? Gleich entfernen Sie ſich, oder ich thue meine Pflicht!— Der Soldat iſt ſehr aufgeregt und ſcheint in demſelben Augenblicke vor Furcht zu zit⸗
tern und vor Wuth außer ſich kommen zu wollen. 1*△ ‧*△⁵


