len. Erſtere ſind gewoͤhnlich von gefärbtem Gloſe, und die geblaſene Perle erhaͤlt bloß an der inneren Flaͤche eine duͤnne Lage von einem leichtftuͤſſigen Metalle ohne Schwefel, um hierdurch die Zuruͤck⸗ werfung der Lichtſtrahlen; wie bey den Spiegeln zu bewirken, und ſſe zugleich dauerhafter; und vielleicht auch ſchwerer zu machen. Dieſe Sorte, zumahl die rothen und blauen Perlen, fanden ehe⸗ mahls in dem Oriente ſtarken Abſatz. Dermahlen iſt aber hiernach wenig Nachfrage, und hier wer⸗ den ſte bloß von Kindern, oder auf dem Theater und bey Maskenbaͤllen getragen.
Unter dem Nahmen Wachsperlen begreift man die, welche aus weißem Glaſe geblaſen werden, inwen⸗ dig aber einen iüberzeug von der oben erwaͤhn⸗ ten ſchillernden Materie haben, und einen zwey⸗ ten von reinem Glaſe erhalten.
Die dritte Gattung, naͤhmäch die Kunſt⸗oder Compoſitions⸗Perlen iſt jene, welche den echt Hri⸗ entaliſchen Perlen am naͤchſten kommen, und wirslich ahmt man ſie ſo taͤuſchend nach, daß es ſelbſt einem Kenner ohne ſie in die Hand zu neh⸗ men, ſchwer fallen wird, ſie von wahren Perleu zu unterſcheiden. Dieſer Sorte iſt der vorher⸗ gehenden vollkommen ähnlich, mit der Ausnah⸗ me nur, daß alle Arbeiten mit groͤßerer Eorgs falt geſchehen, und das Wachs, welches uͤber der aus Fiſchſchuppen gezogenen Materie zu liegen


