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den Schirm, welches ihnen den Triumph zu erleichtern ſchien, das Wiegenland deutſcher Aufklärung zur römiſchen Kirche zurückzuführen. Auch Leipzig, durch ſeine Meſſen der perio⸗ diſche Mittelpunkt eines reichen Weltverkehres, hatte ſchon i. J. 1693 ſein Opernhaus; die Kurfürſten von Baiern und von der Pfalz, die Herzöge von Würtemberg wetteiferten in der Pracht ihrer Hoftheater und in hoher Beſoldung der
italiäniſchen Künſtler. In Wien wurden unter Karl VI.
Opern aufgeführt, deren jede 60,000 Gulden koſtete; die kaiſerliche Hofkapelle und die Kammermuſik, mehr als 120 Perſonen ſtark, forderten einen jährlichen Aufwand von 200,000 Gulden, und mancher Virtuoſe bekam 4 bis 6000 Gulden jährlichen Gehalt. Und dennoch hieß es, in Wien ſei nur das Hospital der Künſtler, weil ſie ſich hier in ihren alten Tagen zur Ruhe gäben und ihre Verwandten durch Nepotismus anbrächten, Der böhmiſche Adel, Gebieter über die armſeligſten Leibeigenen, unterhielt in Prag eine pracht⸗
volle Oper; die geiſtlichen Fürſten und die kleineren Reichs⸗
fürſten blieben in der unſeligen Prunkliebe nicht zurück. Nur dem Könige Friedrich Wilhelm I., ſo wenig liebens⸗ würdig wir ihn ſonſt finden, gebührt das Lob, ſich nicht dem böſen Gebrauche der Zeit, der ausländiſchen Modeſucht, gefügt zu haben; ſeine baroque Laune begnügte ſich an wohlfeiler Poſſenreißerei und an landesſittlichen Hofwirth⸗ ſchaften. Erſt Friedrich II. eröffnete den welſchen Muſen⸗
künſten i. J. 1742 den prachtvollen Tempel mit großen
italiäniſchen Opern, zu welchen Bottarelli die Texte ſchrieb. Schnell wurde ſelbſt das ſoldatiſche Berlin ein Wallfahrts⸗
ort der Italiäner; verhältnißmäßiger Lohn, ſonſt ſo karg verdienten Kriegern und Beamten zugemeſſen, 4 bis 6000 Thlr.,
lockte die ſüdlichen Wandervögel; Signora Barbarini, wie es heißt, dem Helden ſelbſt gefährlich, entzückte als Täuzerin
mit nie geſehenen Künſten die nüchternen Brandenburger,
und endete mit einer vornehmen Heirath. Die Zeit Fried⸗ richs II. und Ludwigs XV. von ſeiner Mündigkeit, und Georgs II., ſpäter für Rußland Katharinas II., war die Glanzperiode der überkünſtelten, barocken Oper⸗ und Theater⸗ herrlichkeit, und würdig des ſonſtigen ſittlichen Gehalts des
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