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Freiwillig, ich gebe Ihnen mein Wort. Wir ritten nach Calais. Als der junge Aranda im Gaſthofe zum goldnen Arme anlangte, fand er hier zu ſei⸗ ner großen Verwunderung ſeinen Koffer. Ich beſtellte ſo⸗ gleich ein Paketboot; es war ein ſolches zu haben, welches ich für ſechs Guineen in Beſchlag nahm; ich dachte am folgenden Tage die Fahrt zu machen. Als wir zu Abend ſpeiſen wollten, meldete mir der Wirth die Ankunft des Couriers des engliſchen Geſandten in Paris, des Herzogs von Bedford. Dieſer Courier, ſagte er, hat den Eigenthü⸗ mer des von Ihnen gemietheten Paketboots zum Boxen herausgefordert; wie er ſagt, muß daſſelbe zur Verfügung Sr. Excellenz gehalten werden.
Ich bin Herr des Paketboots, verſetzte ich, und be⸗ halte es.
Am folgenden Tage meldete mir der Wirth, daß der Bediente des Herzogs vor meiner Thür ſei und mich im Namen ſeines Herrn zu ſprechen wünſchte. Ich laſſe ihn eintreten und höre, daß wichtige Angelegenheiten es ſeinem Herrn wünſchenswerth machen, ſobald wie möglich nach Dover zu gelangen, und daß derſelbe mich bitte, ihm das Paketboot abzutreten. Ich erwiederte, ich ſchätze mich glück⸗ lich, dem engliſchen Geſandten dieſen leichten Dienſt erwei⸗ ſen zu können und werde ihm das Boot zur Verfügung ſtellen, jedoch mir drei Plätze vorbehalten. Einen Augen⸗ blick darauf brachte mir der Bediente ſechs Guineen.
Ich bin nicht Unternehmer des Paketboots, ſagte ich, es iſt dies ein Dienſt, welchen ich Sr. Exccllenz leiſte; ich bin nicht gewohnt zu verkaufen, was ich gekauft habe.
Faſt im ſelben Augenblicke ließ ſich der Herzog melden. Nach gegenſeitigen Complimenten ſagte er, er könne mein zu vortheilhaftes Anerbieten nicht annehmen, und um eine Vermittlung herbeizuführen, möge ich ihm geſtatten, die Hälfte zu bezahlen. Um ihn nicht zu beleidigen, ging ich darauf ein, und er entfernte ſich, indem er mich mit Ent⸗ ſchuldigungen und Dankſagungen überſchüttete.
Ein guͤnſtiger Wind blies in die Segel; in noch nicht drei Stunden erreichten wir die engliſche Küſte.


