Teil eines Werkes 
14. Bd. (1850)
Entstehung
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quis, und dieſe Vermuthung kann zu Entdeckungen führen; das ſollte mir leid thun, unſrer liebenswürdigen Freundin⸗ nen wegen. Ich werde dieſem Unglück vorbeugen, ſagte ich, indem ich mich vor dem Ende des Balls demaskire. Da⸗ durch werde ich alle Muthmaßungen ablenken und Niemand wird die Wahrheit errathen können.

Wir haben die Taſchen voll Zuckerwerk, ſagte die lie⸗ benswürdige O. Jeder wollte unſere Teller damit füllen. Ja, ſagte die Couſine, wir erregten allgemeine Verwunderung; die Damen verließen ihre Logen, um uns in größerer Nähe zu betrachten, und überall hörten wir die Aeußerung, etwas Reicheres, als dieſe Maskerade, ſei nicht zu erdenken.

Sie haben alſo viel Vergnügen gehabt?

Sehr viel.

Auch ich. Ich bin beinahe ſtolz, ein Koſtum erfunden zu haben, welches Sie unkenntlich macht und alle Blicke auf Sie lenkt.

Sie haben uns Alle glücklich gemacht, ſagte der hübſche Schatz des Lieutenants, und beſonders mich, denn eine ſo köſtliche Nacht hätte ich nie zu hoffen gewagt.

Das Ende krönt das Werk, mein Fräulein, und das Ende wird hoffentlich den Anfang übertreffen.

Dies ſagend, drückte ich auf eine verliebte Weiſe die Hand meiner Schönen; und ich weiß nicht, ob ſie mich er⸗ rieth, aber ich fühlte, wie ihre Hand in der meinigen zit⸗ terte. Wir wollen hinuntergehn, ſagte ſie.

Auch ich, denn ich habe Luſt zu tanzen und zwar als Pierrot; ich bin ſicher, Sie ſo zum Lachen zu bringen.

Wiſſen Sie, wie viel Sie einer Jeden von uns gegeben haben?

Ich kann es nicht genau ſagen, bin aber ſicher, einer Jeden ſo ziemlich gleichviel gegeben zu hallen.

Das iſt wahr und höchſt wunderbar.

Ich habe dieſen Verſuch hundertmal in meinem Leben gemacht. Wenn man mir ein Paroli von zehn Zechinen abgewinnt, ſtrecke ich drei Finger aus und bin ſicher, dreißig Zechinen zu nehmen. Ich möchte wetten, daß ich einer Je⸗ den von Ihnen achtunddreißig bis vierzig Zechinen gegeben,