Teil eines Werkes 
5. Bd. (1850)
Entstehung
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Zweiundvierzigſtes Kapitel.

Ich gebe M. AM. mein Portrait. Geſchenk, welches ſie mir macht. Ich gehe mit ihr in die Oper. Sie ſpielt und bringt mich wieder zu Geld. Philo- ſophiſche Unterhaltung mit M. M. Briek von C. C. Sie weiß Alles. Zall im Kloſter; meine Helden- thaten als Pierrot. C. C. kommt ſtatt M. M. ins Caſins. Anſinnige Nacht, welche ich mit ihr zubringe.

Meine theure M. M. hatte den Wunſch ausgeſprochen, mein Portrait, in der Weiſe, wie das der C. C. ausgeführt, aber etwas größer, um es als Medaillon tragen zu können, zu beſitzen. Es ſollte mit dem Portrait eines Heiligen oder einer Heiligen bedeckt, und mit einer nicht wahrnehmbaren Feder verſehen ſein, um die Decke aufſpringen und das Por⸗ trait hervortreten zu laſſen. Da ich ihr Wort halten wollte, ſo ging ich zu dem Maler, welcher das erſte Miniaturbild gemacht hatte, und nach zwei Sitzungen erhielt ich, was ich wünſchte. Derſelbe Maler machte mir eine Verkündigung

Kariä, wo der Erzengel Gabriel als Brünetter und die Jungfrau als ſchöne Blondine, welche die Arme gegen ihn ausſtreckte, dargeſtellt war. Der berühmte Maler Mengs ahmte dieſe Idee in der Verkündigung Mariä, welche er zwölf Jahre ſpäter in Madrid malte, nach; aber ich weiß nicht, ob er dieſelben Gründe wie mein Maler hatte. Dieſe Allegorie hatte genau dieſelbe Größe wie mein Portrait, und der Goldarbeiter, welcher das Medaillon machte, brachte es ſo an, daß Niemand vermuthen konnte, daß das eili⸗ genbild nur die Beſtimmung hätte, eine profane Geſtalt zu verdecken.

Am folgenden Tage, dem Neujahrstage 1754, ging ich, ehe ich mich ins Kloſter begab, zu Laura, um ihr einen Brief für C. C. zu übergeben und einen von derſelben zu empfangen, uͤber welchen ich ſehr lachen mußte. Meine

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