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tig; und Menſchlichkeit hat Hanway dieß Ge⸗ faͤngniß angeklagt: dem jetzigen Kaiſer ſind hier⸗ uͤber von neuem Vorſtellungen gemacht; ſie wer⸗
den nicht umſonſt an einen ſo edlen Monarchen
gerichtet ſeyn, der auf die Stimme des Elendes
in dem Verhaͤltniß, daß ſie von fern kommt und
ſchwach ſich hoͤren laͤßt, aufmerkſamer horcht.
Eine Kleinigkeit hatte einige Tage vor unſe⸗
rer Ankunft ſehr den Frieden und die Harmonie geſtoͤrt, die einſt in den akademiſchen Wohnun⸗ gen von Dorpat herrſchten. Zwey Profeſſoren⸗ frauen geriethen beym Kartenſpiel heftig in Streit:
eine derſelben gebot an einem hellen Tage ihrem Maͤdgen, einer braunen dicken Lieflaͤnderin, waͤh⸗
rend der ernſte und ehrwuͤrdige Eheherr der Geg⸗
nerin aus dem Fenſter gukte, zum Zeichen ihrer*
Verachtung, ſich gegen ihn in ihrem Zimmer von hinten gaͤnzlich zu entbloͤßen. Ganz Dorpat vergieng in Lachen, mit Ausnahme der Partheyen und deren Freunde. Man zog die gelehrteſten Civiliſten zu Rath, und nach langer Ueberlegung ward eine Klage gegen die Frau und das Maͤd⸗ gen erlaſſen; gern haͤtte ich das Ende dieſes merkwuͤrdigen Proceſſes hier mit beygebracht. Ich trat um die Ecke einer Straße, und 1 hatte einen entſetzlichen Anblick an einem Haufen Knochen und Schaͤdel der einſt ſo furchtbaren und


