Teil eines Werkes 
2. Th. (1806)
Entstehung
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Huͤte mit Wachstaffet uͤberzogen und wollene Handſchuhe; hier fieng man an eine Pfeife zu rauchen. Mein kleines Fuhrwerk weckte Staunen und Bewunderung bey den lieflaͤndiſchen Bauern, die dergleichen nie geſehen; des Abends hatte das Ganze nicht mehr ein ſo gefaͤlliges Aeußere: ſo wie wir uns dem Peipusſee naͤherten, wurden die Wege ſehr ſandig, und das Land erhielt ein trauriges Anſehen. An dem Poſt thauſe in Klein⸗ bringern ſahen wir Baͤrenhaͤute haͤngen, um zu trocknen; wir unterhielten uns mit einer Parthey Jaͤger, die grade auf dieß Thier auf die Jagd giengen, denn ſowol mit Baͤren, als mit Wölfen,

ſind hier die Holzungen angefuͤllet. Ich empfehle

jedem Reiſenden, hier mehr Pferde vorhaͤngen zu laſſen, ſonſt wird ihm die Unannehmlichkeit be⸗ gegnen, die wir erlitten, ehe wir nach Renna⸗ pungen, der naͤchſten Station, kamen. Zwey Pferde waren naͤmlich vor dem kleinen Fuhrwerke und ſechs vor dem Wagen; zuſammen magere elende Thiere, ſchlecht angeſchirret; in ſolcher Lage fuhren wir des Abends neun Uhr ab, und legten, bis an die Achſe im Sande, zwey eng⸗ liſche Meilen in einer Stunde zuruͤck; endlich blieb das arme Vieh, nachdem es wiederholt ausgeruhet, im dunkeln Walde ſtecken, deſſen Stille nur durch das ferne Heulen der Baͤren