Teil eines Werkes 
2. Th. (1806)
Entstehung
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ren, und gaben ihm ein Stuͤck Papier und eine Bleyfeder; nach vielen unwirkſamen Bemuͤhun⸗ gen ſahen wir aber deutlich, daß er nicht zu

ſchreiben verſtand. Wir konnten keine Betten

erhalten, beſtellten deßhalb Pferde, fuhren die ganze Nacht auf guten Wegen, und kamen den naͤchſten Morgen zum Fruͤhſtuͤck in Koskowa an. Alle Poſthaͤuſer jenſeits Strelna werden von Deut⸗ ſchen gehalten; fuͤr jedes Pferd bezahlten wir zwey Kopeken die Werſt. Dieſer Theil von Ingermannland gehoͤrte ehemals den Schweden. Die Baͤuerinnen tragen darin eine platte Muͤtze

von rothem ſeidnen Zeuge mit goldenen Treſſen

beſetzt, große Ohrringe, eine Jacke ohne Ermel, und Tuch um ihre Fuͤße: ehe ſich die Maͤdgen verheirathen, tragen ſie die Haare geflochten und herunterhaͤngend: die Mannsperſonen ſind einfach

in Schaaffellen, ſo daß die Wolle einwaͤrts iſt,

gekleidet. Jedem Reiſenden wuͤrde ich anempfehlen, in Jarnburg, eine Station vor Narwa, zu uͤber⸗

nachten. Dort ſagte uns zwar der Poſtmeiſter, er habe keine Pferde; aber die Wunderkraft ei⸗

nes Silberrubels entdeckte deren ſofort ſechs, die ihr Heu ruhig im Stall fraßen; ſie brachten uns ſchnell uͤber einen hoͤlzernen Damm, um neun

Uhr Abends, nach einem bequemen Wirthshauſe

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