+
— ——
——-——
——
= 22—
d
Erlaubniß, ſie zu ſehen, nicht geſtattet hatte,
und dieß dabey mit einer Art von Unhöflichkeit.
Ungefaͤhr drey Meilen von Louiſa, einer andern mit einer Garniſon verſehenen Stadt, erreichten wir die Graͤnzen Schwedens, und ſa⸗ hen dort in einem Wacht; und Zollhauſe das letzte jenes Landes. Ein ſchwediſcher Soldat
öffnete den Schlagbaum, ſo wie ich ihn in der
Reiſe durch Daͤnnemark beſchrieben habe; wir fuhren uͤber eine Bruͤcke, welche uͤber einen Arm des Fluſſes Kymen gehet, und die Schwe⸗ den von Rußland ſcheidet. Das ausſchließ⸗ liche Recht, dieſe kleine Bruͤcke anzumahlen, haͤtte beynahe dieſe auf einander eiferſuͤchtigen Nationen dahin gebracht, alle jene Greuel zu erneuern, die ſo lange und auf eine ſo ver⸗ ſchwenderiſche Weiſe das Blut und die Schaͤtze beyder Nationen aufgeopfert hatten. Dieſer wunderbare Streit ward, nach einer ſtuͤrmiſchen Diskuſſion, mit halbgezogenem Schwerdte, dahin entſchieden: Schweden könne einen ſo großen
Pinſel und welche Farben ihm beliebten, brau:
chen, um die eine Haͤlfte der Bruͤcke anzumah⸗ len, Rußland hingegen auf der andern diejenigen,
die ihm gefielen. Es iſt unnuͤtz, hier von wenigen
Pfaͤhlen und Brettern zu reden; ſie dienten nur zum Vorwande; die wahre Urſache ihres Strei⸗


