= 184=
wir uns Upſala und nachher Dannemora naͤherten, erhielt die Gegend ein trauriges An⸗ ſehn. Die erſte Nacht, ſchliefen wir in Upſa⸗ la, und ſehr fruͤh den andern Morgen, fuhren wir nach Dannemora; wir langten dort ſo zeitig an, um das Schieſſen zu hoͤren, welches je⸗ den Tag genau um zwoͤlf Uhr anfaͤngt. Als wir
in die Hauptoͤffnung der Mine ſahen, die einen
ungeheuern, furchtbaren Schlund mit einer un⸗ durchdringlichen Finſterniß, darbot, hoͤrten wir einen tief toͤnenden Donner von der Exploſton unten, der ſich durch die erſtaunlich großen und dunkeln Hoͤhlen dieſes Abgrundes auf die erha⸗ benſte und fuͤrchterlichſte Weiſe verbreitete. Oef⸗ ters werden ungeheure Felſenmaſſen durch die Heftigkeit des Losgehens herausgeworfen. In dieſen gewaltigen Hoͤhlungen, hat die Menſchen⸗ hand drey Jahrhunderte gearbeitet. Man zieht aus dieſen Minen eine ſehr große Menge herrli⸗ ches Metall, das viel in den engliſchen Stahl⸗ fabriken gebraucht wird. Da ich gar keine Nei⸗
gung empfand, in einem Eimer in die Haupt:
grube hinunter zu fahren, ſo ſtiegen wir in einen anderen Abgrund, ohngefaͤhr vier hundert Fuß tief, auf gebrechlichen Leitern, die beinahe per⸗ pendikulaͤr ſtanden, hinunter; dies war aber
mit vieler Muͤhe und großer Gefahr verbunden:


