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Feuer aufgefuͤhrt. Das einzige Theater in der Stadt befindet ſich hier; es wurde nicht waͤh⸗ rend unſers Aufenthalts geoͤffnet. Dies Ge⸗ baͤude iſt abgeſondert, klein, aver huͤbſch außer⸗ halb, und im Innern ſehr elegant dekorirt. In der Saiſon ſpielen die Schauſpieler vier⸗ mal die Woche abwechſelnd Oper und Schau⸗ ſpiel, wegen der ſehr großen Zahl der Perſo⸗ nen, die freyen Zutritt dazu haben, unter welr chen ſich alle See⸗ und Landofftziere befinden, ſind die Einnahmen nur ſehr gering, und das⸗ jenige, was abgeht, und von dem Koͤnig erſetzt wird, betraͤgt 100000 Reichsthlr. jaͤhrlich. Im ganzen iſt der Hof kein großmuͤthiger Beſchuͤz⸗ zer des Drama; und die Schauſpieler gehen
ſelten uͤber die mittelmaͤßigen hinaus. In der
Mitte des Marktplatzes ſteht eine Statüe zu Pferde von Bronze von Chriſtian V. ſie iſt aber zu ſchlecht, um die Aufmerkſamkeit des Reiſenden zu wecken. Eins von den großen Gebaͤuden iſt das Schloß Charlottenburg, deſ⸗ ſen einer Theil der koͤniglichen Akademie der Mahlerey, der Baukunſt und Bildhauerey ge⸗ widmet iſt; ſie hat acht Profeſſoren und vier Meiſter. Der fuͤr die jaͤhrliche Vertheilung der Preiſe beſtimmte Tag iſt der zu1te Maͤrz, der Geburtstag des Prinzen Friedrichs, ihres


