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Leben verleihend dieſer reichen und wohlwollenden tropiſchen Landſchaft, auf welche Emily mit wohlge⸗ fälliger Bewunderung durch die Jalouſien der geraͤu⸗ migen Zimmer hinausſah, die man für ihren Gebrauch eingerichtet hatte. Wenn eine an Schmeichelei grän⸗ zende Aufmerkſamkeit ihre neue Lage hätte wünſchens⸗ werth machen können, ſo dürfte ſie vollkommen glück⸗ lich geweſen ſein; aber weder dieſe Aufmerkſamkeit, noch die Unterhaltungen, die ſie ſich durch verſchiedene Fertigkeiten zu verſchaffen wußten, konnten die Leere gänzlich füllen, welche eine Trennung von aller geiſtig verwandten Geſellſchaft veranlaßte.
Gegen ihre Mutter lernte ſie allmählig Gefühle der Zuneigung kund geben, und was am Anfang mit Widerſtreben geſchah, verwandelte ſich am Ende in wirkliche Anhänglichkeit, denn Roſettens natürliches Wohlwollen, ihre freundlichen Manieren brachten die geeignete Wirkung auf die Gefühle ihrer Tochter her⸗ vor und vermiſchten ſich mit dem Mitleid, das die augenſcheinliche Abnahme ihrer Geſundheit hervorrief.
Es vergingen mehrere Wochen nach der Ankunft
des Nautilus in St. Vincent, ehe es Maria geſtattet
war, eine Einladung an ihre Reiſegefährtin ergehen zu laſſen; aber durch ihre wiederholten Bitten er⸗ weicht, willigte Mrs. Will endlich ein, einen Tag für ihre Zuſammenkunft feſtzuſtellen.
Endlich erſchien der glückliche Morgen und eine frühzeitige Fahrt von vier Stunden brachte Emily nach Kingſton, dem Wohnorte ihrer Freundin, in deren theilnehmender Liebe ſie den Troſt, nach dem ſie ſich ſo lang geſehnt hatte, ſuchte und fand. Beim Mittag⸗ eſſen wurde die Geſellſchaft durch die Gegenwart von Lieutenant Willis und ſeinen Mitoffizier, Kapitän Graham, einem äußerſt eleganten, geſcheidt ausſehen⸗ den Mann von ungefähr ſiebenundzwanzig Jahren, vermehrt. Dieſe beiden Herren waren große Freunde der Muſik, und bald wurde das Geſangstalent unſerer


