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Der Stellvertreter : ein humoristisches Familiengemälde ; fünf Theile / von Emilie Flygare-Carlén
Entstehung
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nen Schwiegervater in die Ställe und Viehhoſe, auf Wai⸗

oben und unten, Alles betrachtend und bewundernd. Von einem ſolchen Haus, einem ſol chen Geſchmack, einer ſolchen Eleganz hatte ſie nie eine Idee gehabt.

Mein Gott, Kind, nicht einmal in meinen beſten Tagen hade ich die Hälfte von dieſem Luxus um mich gehabt. Laß uns hier ſitzen und ausruhen. Dieß iſt alſo das Schlafzimmer! und welche Umhänge, ſo weiß und fein! und die Bronzearbeit an dem ſchönen Bette, was das gut ausſieht! und dieſe geſchmackvollen Vorhänge mit den reichen, grünſeidenen Drapperien! und welch⸗ ein Spiegel, wie prächtig! Aber liebes Kind, was um's Him⸗ melswillen ſind denn das alles für kleine Dinge, die Du auf dem Tiſche dort haſt? Welch eine Menge koſtbarer Sachen, ich glaube, alle von Silber und Kryſtall?

Das iſt meine Toilette, Mamma.

Was Toilette, Auguſte! Frau von Spalden ſchüttelte unwillig den Kopf.Ich habe all' meine Tage nie etwas mehr gehabt, als meine kleine Spiegel⸗ lade mit Kamm und Pomadetöpfchen, und ich hätte nie geglaubt, daß Du ſo eitel würdeſt, meine Tochter.

Ach liebe Mamma, glaubſt Du denn, daß ich das Alles begehrt habe? nein, gewiß nicht! das Zimmer iſt heute noch gerade ſo, wie ich es fand, als ich hieher kam. Mein Alexander hatte ſchon zum Voraus für alle mög⸗ lichen Bequemlichkeiten Sorge getragen, und obſchon ich des Meiſten nicht gewöhnt war, ſo wird es doch nur all⸗ zuleicht, ſich zu verwöhnen.

Sterner iſt ohne Zweifel der beſte aller Ehemänner, ſagte Frau von Spalden;aber ich will Dir faſt rathen, Deinen Vater nicht in dieſes Zimmer zu führen; denn ich bin gewiß, daß es ihn erzürnen würde, wenn er ſähe, daß Du von den Gewohnheiten abgewichen biſt, in denen man Dich erzogen hat. Während die Mutter und Tochter ihre Runde fortſetzten, füͤhrte der Rittmeiſter ſei⸗