Teil eines Werkes 
2. Theil (1849)
Entstehung
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Nein, jetzt bin ich müde und wünſche der ganzen Promenade einen guten Morgen ¹ ſagte ziemlich ärger⸗ lich eine jugendliche Stimme, und in demſelben Augen⸗ blicke traten aus einem Gebuſche an dem eben beſchrie⸗ benen Geſtade zwei junge Wanderer hervor, welche for⸗ ſchende Blicke um ſich her warfen.

Du willſt doch wohl nicht, daß unſere Mühe ver⸗ geblich geweſen ſein ſoll? antwortete die ruhigere Stimme des Andern.Nur noch ein wenig Geduld, lieber Vie⸗ tor, und wir ſind am Ziele!

Die Sonne iſt ſchon untergegangen, und gewiß kann ſie wieder aufgehen, ehe wir nach Hauſe kommen! fuhr der Erſte fort.

Nun was thut's? oder richtiger, um ſo beſſer; das iſt ein Schauſpiel, welches man nicht oft genug ſehen kann!

Ja, vielleicht für Dich, Bruder Karl, deſſen eigene Sonne immer im Aufgehen begriffen iſt; aber ich mei⸗ nestheils... pfui Teufel! welche Stubben und Steine und Schemel und Felſen! ich bin nicht romantiſch genug gelaunt, um in Gleiches und Ungleiches verliebt zu ſein! Der Redende betonte ganz beſonders den letzten Theil ſeiner Worte und begleitete dieſelbe mit einem eben ſo bedeutungsvollen Blicke.

Sollte wohl vielleicht irgend ein myſtiſcher Sinn unter Deinen Worten liegen, Victor

Nicht im Geringſten myſtiſch wenn Dir beliebt!

Ich nahm mir die Freiheit zu ſagen: für Dich, deſſen

Sonne immer im Aufgehen begriffen iſt, könnte ein Sonnenaufgang vielleicht etwas Angenehmes haben und was liegt wohl für eine Merkwürdigkeit darin? Man ſteht es gerne, wenn man ſein eigenes Bild wie⸗ derfindet... in der Sonne... im Spiegel... in ſchönen Damenaugen... mit einem Worte...

Mit einem Worte?

.. in Allem, was die Artigkeit hat, es zurückzu⸗ geben. Ich verſtehe mich nicht auf dergleichen!! Aber Du verſtehſt es aus dem Grunde, einen

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