—
—
n— ⏑——
4
3—
*
n NV
25 den Herrn von Stande erkannte. Der kleine, ſchwarze Schnurrbart und die Cocarde auf der Reiſemütze zeigten an, daß er Soldat war. Er ſtand mit einem Sprunge im Zimmer, und während er die Hände rieb, die es nö⸗ thig zu haben ſchienen,— denn gegen die ſtrenge Kälte war er durch einen blauen Mantel von leichter Form und eine grüne Tuchbinde ziemlich gering geſchützt,— knüpfte er mit dem Wirthe eine Unterredung an, in der er die wichtige Frage erörterte, ob er deſſen eigenes Pferd haben knne, um nicht auf Vorſpann warten zu müſſen. Unterdeſſen hatte ſich der Herr im andern Schlitten in ſo weit von ſeiner Umhüllung von Bärenfellen, Wolfs⸗ pelzen und Mänteln befreit, daß er in einem enganſchlieſ⸗ ſenden Reiſekleid und Ueberſtiefeln ſeine Befehle aus⸗ theilen konnte.
„Paſſe nun auf, was ich dir ſage!“ ſchallte es in einem Ton, der keine Widerrede zu lirben ſchien.„Nehme die Bouteillen aus der Kiſte; hebe ſodann das Flaſchen⸗ futter dort zur Linken aufV; ſei vorſichtig! nicht ſo heftig, du Lümmel! Gib Acht! Jetzt dort das Glas; und ſchlägſt dut etwas entzwei, verſtehſt du?“— Der Befehlende erhob dabei eine kleine geſchmackvolle Peitſche, die er in der Hand hielt—„ſo ſollſt du das hier koſten lernen.“
„Ei was,“ antwortete der Poſtillon beleidigt,„ich habe wohl ſchon manche Bouteillen und Käſtchen ge⸗ tragen.“
Dieſe Worte erreichten jedoch das Ohr des Reiſen⸗ den nicht mehr, denn dieſer ſtand ſchon unter der Stu⸗ benthüre und grüßte den Wirth mit einem ziemlich freund⸗ lichen:„Guten Tag, Vater Gaſtgeber; gibt es kein Zim⸗ mer für mich?“
„Gewiß, Herr Patron, wenn ich dieß behaupten darf, ſo lange es noch nicht geheizt iſt,“ erwiederte dieſer.
Der Herr im Mantel wandte ſich nun um:„Was der Tauſend, Kamerad, biſt du es!“
Die Reiſenden ſchüttelten ſich die Hände, und nach


