Teil eines Werkes 
4.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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zu ſeinem Vortheil zu bedienen, ſchien er entſchloſſen, lieber Hungers zu ſterben, als ſelbſt den Schleier zu lüften. Sein angeborner Stolz, welchen ich unterdrücken zu müſſen glaubte, bewog mich, ihm in Skara einen wöchentlichen Freitiſch zu verſchaffen; allein erſt nach⸗ dem er drei Tage lang dem Hunger getrotzt hatte, be⸗ quemte ſich ſein Stolz zu der großen Erniedrigung, für welche er es anſah. Er arbeitete mit angeſtrengtem Fleiß, um das Gymnaſium zu abſolviren. Auf der Hochſchule betrug er ſich ſehr gut und war dort, eben ſo wie auf dem Gymnaſium, gleich bekannt wegen ſeiner fleißigen Studien und wegen ſeines Stolzes. Er wandte ſich nie an Jemand anders als an mich, und als ich ihn nicht länger unterſtützen konnte, da meine eigenen Mittel ſehr beſchränkt ſind, hörte ich nichts weiter von ihm. 5

Indeſſen habe ich mich doch über ſeine jetzigen Ver⸗ hältniſſe erkundiget, da er mich fortwährend intereſſirt hat. Er hielt ſich ein paar Jahre in Stockholm auf, und arbeitete bei dem Hofgericht, wo ſer aber trotz ſeiner äußerſten Sparſamkeit genöthigt war, einige Schulden zu machen. Dann hat er es ſo weit zu brin⸗ gen gewußt, daß er an ein Amt kam und zwar zu einem Diſtriktsrichter in dem Bezirk, zu welchem Dag⸗ ſtaholm gehört.

Ich habe bisher das ſtrengſte Stillſchweigen beob⸗ achtet, wie es meine Pflicht war, indem Wetterquiſt ſelbſt nie die Anſprüche geltend gemacht hat, welche er auf eine Unterſtützung machen konnte; da ſich aber

die Umſtände ſo wunderbar gefügt haben, konnte ich nicht umhin, Ew. Hochgeboren den Verhalt der Sache mitzutheilen. In der Ueberzeugung, daß ich dadurch meinem ehemaligen Mündel einen weſentlichen Dienſt erzeigt, einen Schritt, den er bei ſeinem Charakter niemals für ſich gethan haben würde, habe ich die Ehre ꝛc. ꝛc. zc. Lavs Engblom.“