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Männer an ihre gewöhnlichen Plätze, und nun begann die Leſung der heiligen Schrift: zuerſt von der Hochzeit zu Cana, und dann wie Jeſus die Kinder aufnahm und ſegnete; hierauf kamen in frommer Andacht mehrere Gebete über ihre Lippen, Gebete für die Neuvermählten die nunmehr abreiſen und ihren neuen Schick⸗ ſalen entgegengehen ſollten.
Als Alles vorüber war, ſagte Gädda andächtig:
„Einer muß auch noch ein Gebet für das Falltau ſprechen— wenigſtens ich. Ich ſage: Herr Jeſu, bewahre mich vor aller Hoffart! Aber verführeriſch iſt es, wenn man ſolche Ehrenbezeu⸗ gungen empfangen hat wie wir heute.“
„Das iſt wohl wahr,“ antwortete der Lootſenvater.„Aber man kann ſich denken daß der Herr einen ſolche Dinge erleben läßt, damit ſie auch Früchte tragen.“
„Was haſt Du für einen Gedanken?“
„Als ich ſo im Hochzeitsſaale ſtand— es war gerade, als wir gelobten daß wir das Wohl des Kindes im Auge behalten wollen— ſtieg mir eine Betrachtung in den Sinn: könnten wir Beide nicht ſelbſt ein Pflegekind annehmen? Des Fremdenfiſchers kleiner Jacob ſieht einen mit ſo mild bittenden Augen an. Und das wäre dann ein Werk das dem Herrn zum Wohlgefallen und uns Alten zur Zerſtreuung dienen könnte. Wir würden ihn zum Helfer und Freund für unſern Pathen erziehen, wenn wir ſelbſt Nichts mehr ausrichten können. Was meinſt Du, Gädda?“
„Nur das, Lootſenvater, daß ich Dirs gönne auf dieſen Ge⸗ danken gekommen zu ſein... So können wir denn unſere Tage in wahrhafter Freude beſchließen... Du kannſt den Jungen leſen und Gott fürchten lehren, ich kann ihn Boote machen lehren, und wenn der Pathe hier iſt, ſo darf er ſie ſegeln laſſen. Schön wird es auch, wenn die Maiblume und Gudmar jetzt fort ſind, daß wir Jemand haben der ſich daheim ſo recht an unſer Herz hängt; und werden wir krank, ſo haben wir einen kleinen Wärter.“


